Baskenland

Naturschönheiten und kulturelle Highlights in Spaniens grünster Ecke
* Wanderungen entlang der einzigartigen Küste sowie den herrlichen Bergregionen
* Weinverkostung in der Rioja-Alavesa-Region


San Juan de Gaztelugatxe © Foto Julius

Bodega Ysios © Span. FVA

Flyschküste bei Zumaia © Foto Julius



Reiseleitung: Dr. Franz Halbartschlager

1. Tag: Wien/Linz/Graz/Salzburg/München - Bilbao/Bilbo: Guernica - Durango. Am Morgen Zuflüge nach Frankfurt - Linienflug mit Lufthansa nach Bilbao (ca. 11.25 - 13.30 Uhr). Direkt vom Flughafen fahren wir Richtung Guernica (baskisch: Gernika-Lumo), eines der symbolischen und historischen Zentren baskischer Kultur. Die jeweiligen Herrscher schworen seit dem Mittelalter unter der „heiligen Eiche“ von Guernica die besonderen Rechte der autonomen Region zu wahren. Die kleine Stadt ist besonders durch das gleichnamige Gemälde von Pablo Picasso bekannt, das den verhängnisvollsten Tag der Geschichte der Stadt zeigt. Am 26. April 1937 wurde Guernica von der deutschen „Legion Condor“ durch Bombenangriffe zerstört, bis zu 2000 Menschen starben. Wir besuchen das schöne und wiederrichtete Stadtzentrum, die Casa de Juntas, den Platz der Eiche sowie das äußerst sehenswerte und bewegende Museum des Friedens. Anschließend Fahrt in unser Hotel nach Durango.
2. Tag: Ausflug San Juan de Gaztelugatxe - Bermeo - Bucht von Urdaibai. Am Morgen geht es zur Küste Richtung San Juan de Gaztelugatxe. Auf einer kleinen felsigen Halbinsel liegt die winzige, dem heiligen Johannes geweihte Kirche, sie hält bereits seit dem 11. Jh. der Witterung stand. Der Blick auf die bizarre Küstenlandschaft und das Kirchlein sucht seinesgleichen in Europa. Ein steiler Abstieg und ein Aufstieg über Steintreppen führen zu diesem viel besuchten Heiligtum (man kann auch von einem Gasthaus nur den Ausblick genießen) - (Wanderung: 1,5 Stunden, 3 km, 200 m ??). Am Nachmittag besuchen wir das Fischerdorf Bermeo mit dem Nachbau eines Walfängers (Schiff: Aita Guria) aus dem 17. Jh. und das sehenswerte Fischereimuseum (Museo del Pescador). Später wandern wir (ca. 1,5 Stunden, 5 km, 120 m auf/ab) zur Eremita San Pedro de Atxarre und genießen den spektakulären Ausblick in die Bucht von Urdaibai und auf die Klippen des Cabo de Ogoño. Die Bucht ist das Mündungsgebiet des Oka-Flusses in den Golf von Biskaya. Küste und Marschland bilden das einzige UNESCO-Biosphärenreservat an der baskischen Küste.
3. Tag: Durango - Cueva de Santimamiñe - Wald von Oma - Mutriku -  Deba - Donostia-San Sebastián. Am Morgen besuchen wir eine der eindrucksvollsten archäologischen Stätten des Baskenlandes, einen „Tempel der paläolithischen Kunst“, die Cueva de Santimamiñe, seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe. Erst 1916 entdeckten Kinder durch Zufall den Eingang zur Höhle. Ab 1917 fanden Höhlenforscher phantastische Malereien, die über 40 Tiere darstellen (32 Bisons, 7 Ziegen, 6 Pferden, ein Braunbär und ein Hirsch). Die Höhle ist aus konservatorischen Gründen nicht mehr zugänglich, man kann jedoch den Höhlenbesuch virtuell erleben. Gleich in der Nähe ist der „bemalte Wald von Oma“ ein weiteres Highlight. Der baskische Künstler Augustin Ibarrola bemalte die Stämme eines Föhrenwaldes mit farbenprächtigen geometrischen Motiven und menschlichen Silhouetten. (Wanderung: ca. 2 Stunden,
6 km, 200 m auf/ab). Im Anschluss erfreut die kleine Küstenstadt Mutriku mit einem reizvollen Ortskern aus typischen baskischen Häusern. Besonders sehenswert sind der Palacio Arrietakua (18. Jh.) und der Palacio Zabiel. Danach geht es weiter in die schöne Stadt Donostia-San Sebastián. Die markante muschelförmige Bucht - „Concha“ - verleiht der Stadt eine besondere Atmosphäre.
4. Tag: Ausflug Geopark Flysch – Donostia-San Sebastián. Am Morgen geht es nochmals zurück zu dieser einzigartigen Küstenlandschaft - in Deba besuchen wir Santa Maria La Real, eine der größten und eindrucksvollsten gotischen Kirchen an der baskischen Küste, mit prächtigem Portal und einem aufwändig gearbeiteten Arkaden-Kreuzgang. Die kleine Stadt Deba liegt im Zentrum einer der schönsten Landschaften des Baskenlandes, der sogenannten „Flyschküste“. Mit dem Boot unternehmen wir eine Erkundungsfahrt entlang der bizarren Felsküste bis nach Zumaia (Bootsfahrt ca. 1 Stunde). Gegen Mittag geht es zurück nach Donostia-San Sebastián, die „Perle der baskischen Küste“. Das angenehme Klima lockte im 19. Jh. Adel und gehobenes Bürgertum in die Stadt am Golf von Biskaya. Wir unternehmen einen kurzen Stadtrundgang durch die prächtige Altstadt und zum bizarren „Wellenkamm“ des baskischen Künstlers Eduardo Chillida.
5. Tag: Donostia-San Sebastián - Santuario San Miguel de Aralar - Naturpark Urbasa y Andía - Estella-Lizarra. Im gebirgigen Hinterland des Golfs von Biskaya reiht sich Naturpark an Naturpark. Südlich von Donostia-San Sebastián liegt der kaum zugängliche Naturpark Aiako Harria mit seinem markanten Gebirgskamm. Weiter geht es in die Ausläufer des Naturparks von Aralar: An den Westhängen des Aralar-Gebirges - schon in der Region Navarra - schwebt in luftiger Höhe das Santuario San Miguel des Aralar. Die kleine romanische Kirche bewahrt einen der größten Kulturschätze Spaniens, der emaillierte Altaraufsatz aus dem 12. Jh. ist ein Meisterwerk romanischer Goldschmiedekunst und stammt wahrscheinlich aus einer Werkstatt des Limousin. Über eine Serpentinenstraße erreichen wir den Naturpark Urbasa y Andía auf einem rund 1000 m hohen Karstplateau, eine eindrucksvolle, karge und kaum besiedelte Landschaft. Dennoch gibt es hier Zeugnisse aus verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte: Hügelgräber, Einsiedeleien und sogar alte Herrenhäuser. In der Nähe von Zudaire besuchen wir den eindrucksvollen Aussichtspunkt Balcón de Pilatos (Wanderung: 1 Stunde, 2 km). Die steilen und felsigen Hänge sind Wohn- und Brutstätte einer großen Gänsegeierkolonie. Im Tal des Urederra – ein eindrucksvoller Canyon – besuchen wir das verlassene, aber wunderbar erhaltene Zisterzienserkloster von Iranzu.  Am späten Nachmittag erkunden wir das hübsche Stadtzentrum von Estella-Lizarra, vor allem der Palast der Könige von Navarra – ein romanischer Profanbau - ist bemerkenswert.
6. Tag: Estella-Lizarra - San Gregorio Ostiense - Laguardia - Bodega Ysios - Argómaniz. Heute besuchen wir die südliche Provinz Álava, die an die Region Rioja grenzt. Rioja-Alavesa wird das Weinbaugebiet auf dem Gebiet des Baskenlandes genannt. Hier sind die Weinberge kleinparzellig angelegt und liegen auf einer Hochebene, die im Norden von einem Gebirgszug begrenzt wird. Auf dem Weg ins Rioja-Alavesa schenkt zunächst die Basílica de San Gregorio Ostiense einen großartigen Ausblick auf das südliche Baskenland. Wie im Bilderbuch thront das mittelalterliche Winzerstädtchen Laguardia auf einem Hügel, das Portal der Kirche Santa Maria de los Reyes ist ein wahres Juwel der gotischen Bildhauerkunst. Am Nachmittag besuchen wir eines der berühmtesten Weingüter Nordspaniens, die Bodega Ysios in der Nähe von Laguardia. Die Gebäude wurden vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava entworfen und erinnern an ein Gotteshaus, das Dach ähnelt Orgelpfeifen. Am späten Nachmittag erreichen wir Argómaniz, wo wir in den kommenden Tagen in einem Parador nächtigen.
7. Tag: Argómaniz - Salinas de Añana - Desfiladero del rió Purón - Naturpark Valderejo - Argómaniz. Heute geht es durch das Valle Salado („salzige Tal“) in das Dorf Añana, wo wir die historischen Salinen besuchen. Die Ausbeutung der Salinen von Añana ist seit dem Jahre 822 dokumentiert, in den 1960er Jahren wurde die kommerzielle Nutzung aufgegeben und die Anlage drohte zu verfallen. Heute zählen die Salinen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im Anschluss führt unsere Reise in das kleine Dorf Herrán. Entlang des Flusses Purón wandern wir durch eine wunderschöne Schlucht (Desfiladero del rió Purón) in den Naturpark Valderejo. Im verlassenen Dorf Ribera bewundern wir (wenn möglich) Reste von mittelalterlichen Fresken in der Kirche San Esteban.  Unsere Wanderung endet in Lalastra, dem Hauptort im Naturpark Valderejo. (Wanderung: 3 Stunden, 7 km, 200 m auf,  50 m ab). Der Naturpark Valderejo ist ein einmaliger Geheimtipp. Er liegt isoliert, von Hügelzügen umgeben und ist ein Refugium für eine größere Kolonie an Gänsegeiern. Mitreisende, die nicht wandern wollen, besuchen mit dem Bus das Naturparkzentrum mit der Ausstellung zu den Gänsegeiern. Am späten Nachmittag kehren wir zurück nach Argómaniz.
8. Tag: Argómaniz - Salto del Nervión - Bilbao. Wir besuchen den Salto del Nervión, einen der höchsten und schönsten natürlichen Wasserfälle Europas, der genau an der Grenze zwischen dem Baskenland und Altkastilien liegt. Über 270 m und wie ein „Pferdeschwanz“ stürzt hier das Wasser des Nervión in die Tiefe (Wanderung: 2,5 Stunden, 6 km, 100 m auf/ab). Im Anschluss geht es in rascher Fahrt nach Bilbao, in die Hauptstadt der Provinz Biskaya. Nördlich der Stadt besuchen wir am späten Nachmittag die berühmte Brücke von Biskaya, ein Bauwerk des Architekten Alberto de Palacio aus dem Jahr 1893, damals ein Wunderwerk der Technik, heute als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet.
9. Tag: Bilbao - Frankfurt - Wien/Linz/Salzburg/Graz/München. Aus einer düsteren und rußigen Industrie- und Hafenstadt hat sich die boomende Metropole Bilbao entwickelt, mit gewagten Neubauten und stimmiger Atmosphäre. Glanzpunkt der modernen Architektur ist das Guggenheim-Museum des Star-Architekten Frank Gehry. Möglichkeit zum Besuch des Guggenheim-Museums (ca. € 15,--) oder für einen Spaziergang durch die Altstadt mit dem Reiseleiter. Zu Mittag Transfer zum Flughafen - um 14.10 Uhr Rückflug mit Lufthansa nach Frankfurt und weiter nach Österreich oder München.

LEISTUNGEN:

  • Linienflug mit Lufthansa über Frankfurt nach Bilbao und retour
  • Fahrt mit einem spanischen Reisebus mit Aircondition
  • 6 Übernachtungen in ****Hotels, 2 Übernachtungen in einem ****Parador in Argómaniz (Landes-Klassifizierung), jeweils in Zweibettzimmern mit Dusche/WC
  • Halbpension mit Frühstücksbuffet, kein Abendessen am 3. u. 8. Tag
  • Weinverkostung in Laguardia in der Bodega Ysios
  • Eintritte (total ca. € 65,–): Museo de la Paz (Guernica), Alta Guria Schiff, Cueva de Santimamiñe, Bosque de Oma, Palacio Arrietakua, Kloster Iranzu, Santa Maria de los Reyes (Laguardia)
    Valle Salado mit Salzverkostung
  • Bootsfahrt an der Flyschküste von Deba nach Zumaia (ca. 1 Std.)
  • Überfahrt mit der Puente Colgante / Brücke von Biskaya
  • qualifizierte österreichische Reiseleitung
  • Flug bezogene Taxen (derzeit € 140,–)


Gültiger Reisepass oder Personalausweis (jeweils für die Dauer des Aufenthalts) sowie 2G-Nachweis erforderlich.
Höchstteilnehmerzahl: 25 Personen

HOTELUNTERBRINGUNG: Die Unterbringung erfolgt in folgenden o.ä. Hotels (Landesklassifizierung), jeweils in Zimmern mit Dusche/WC:
Durango:  ****Hotel „Gran Hotel Silken Durango“ (zentral)
San Sebastián:  ****Hotel „Silken Amara Plaza (am Urumea Fluss, 20 Gehminuten vom Concha Strand)
Estella: ****Hotel „Tximista“ (20 Gehminuten zum Zentrum)
Argómaniz: ****„Parador de Argómaniz“
Bilbao: ****Hotel „Barceló Bilbao Nervión“ (jeweils 1 km zu Kathedrale oder Guggenheim Museum)

Zustiege

GRAZ, FLUGHAFEN
LINZ, HÖRSCHING/FLUGHAFEN
MÜNCHEN, FLUGHAFEN
SALZBURG, FLUGHAFEN
WIEN, SCHWECHAT/FLUGHAFEN
H R Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Buchbar Buchbar Baskenland 16.07.2022 - 24.07.2022 2.120,- €  


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