Kunst und Kulinarik in der grünen Mark

* Klöster Admont u. Rein, UNESCO-Welterbe Graz
* Lipizzaner Gestüt Piber
* Schilcherstraße, Sausaler Weinstraße u. Südsteirische Weinstraße
* Kürbiskernöl, Essig, Edelbrände & Schinken


Riegersburg © PHB.cz Richard Semik/stock.adobe.com

Graz © photo 5000/stock.adobe.com

Admont © Patrick Neves - stock.adobe.com

Weinort Kitzeck © Przemyslaw Iciak - stock.adobe.com

Natürlich haben wir für die Erkundung der Südoststeiermark die „schönste“ Reisezeit gewählt – dann, wenn sich das Weinlaub schon bunt verfärbt und der Herbst in dieser Region mit wärmenden Sonnenstunden aufwartet. Wir erkunden bei der Anreise das Stift Admont und unternehmen eine kurze Wanderung im Gesäuse, besichtigen auf der Heimreise das Stift Rein und genießen – ausgehend von dem Hotelstandort Graz - Ausflüge in die üppigen Weinregionen im Südosten,  zu den Lipizzanern in Piber, zur Riegersburg und zum Schloss Herberstein. Ausführliche Stadtspaziergänge in Graz und die Besichtigung von Schloss Eggenburg gehören ebenso zu dieser Reise wie die Verkostung von Wein, eine Weinwanderung und der Besuch einer Ölmühle.


Reiseleitung: Mag. Wolfgang Reisinger

1. Tag: Wien – St. Pölten – Amstetten – Linz -/Salzburg - Wels – Admont – Nationalpark Gesäuse – Graz. Abfahrten lt. Fahrplan NORDWEST 3 von Wien, NÖ und Salzburg. Busfahrt von Linz über Wels nach Admont. Auf dem Weg in die grüne Mark nehmen wir die erste Hürde, den Bosruck - gleich nach dem Straßentunnel verlassen wir nahe Liezen die Autobahn und erreichen nach kurzer Fahrt das Stift Admont. Wir sind dabei quasi auf dem Benedikt-Weg unterwegs, der vom ehemaligen Kloster Spital am Pyhrn über das Stift Admont bis zum Stift St. Paul führt. Das Benediktinerstift Admont, korrekt Benediktinerabtei St. Blasius zu Admont, ist das älteste Kloster in der Steiermark, im Jahre 1074 von Erzbischof Gebhard von Salzburg durch eine Stiftung der Hemma von Gurk gegründet. Das auch heute noch vitale Kloster beherbergt einen besonderen Schatz, die größte Klosterbibliothek der Welt, prächtig ausgestattet und eines der großen Gesamtkunstwerke des europäischen Spätbarocks. In ihr verschmelzen verschiedene Kunstgattungen (Architektur, Fresken, Skulpturen, Schriften & Druckwerke) zu einer künstlerischen Einheit, sie ist ein über Jahrhunderte gewachsener Wissensspeicher. Nach dem faszinierenden Ausflug hinter die Klostermauern widmen wir uns - naheliegend - den Schönheiten von Mutter Natur, denn das Stift Admont liegt an der Pforte zum Nationalpark Gesäuse. Beim Besucherzentrum Weidendom startet ein kurzer Spaziergang mit einem Nationalpark-Ranger (ca. 1,5 km) in die eindrucksvolle Flusslandschaft. Holzstege ermöglichen dabei einen bequemen und nahezu barrierefreien Zugang. Weiter geht es Richtung Süden, unser Ziel ist Graz, die sympathische Hauptstadt der Steiermark, wo wir im Hotel Weitzer absteigen.
2. Tag: Graz – Ausflug Schloss Eggenberg. Nach einem stärkenden Frühstück erkunden wir die Innenstadt von Graz - gut, dass unser Hotel zentral liegt. Unser Rundgang führt uns u.a. zum Zeughaus, zum Landhaus, wir spazieren durch das Joanneumsviertel, zur Bischofskirche und zum Schlossberg. Natürlich nehmen wir auch das Kunsthaus Graz in den Blick, den „Friendly Alien“, der seit 2003 als neues Wahrzeichen der Stadt gilt. Am Nachmittag geht es hinaus an den Fuß des Plabutsch, wir bewundern im Schloss Eggenberg die größte und bedeutendste barocke Schlossanlage der Steiermark. Sie zählt mit der originalen Ausstattung, dem Landschaftsgarten und den im Schloss untergebrachten Sammlungen des Universalmuseums zu den wertvollsten Kulturgütern Österreichs. Die Besichtigung der Prunkräume vermittelt uns eindrücklich die Bedeutung der Eggenberger, die einst das mächtigste Geschlecht der Steiermark waren. Seit 2010 ist das Schloss Teil des UNESCO-Welterbes „Historisches Zentrum Graz“.
3. Tag: Ausflug Lipizzaner Gestüt in Piber – Hundertwasserkirche St. Barbara – Schilcherstraße - Burg Deutschlandsberg – Stainz. Heute halten wir uns nach Westen und erkunden nahe Köflach das Lipizzanergestüt Piber mit dem reizvollen Schloss Piber. Dieser geschichtsträchtige Ort hütet ein vierhundertjähriges Wissen um die Aufzucht von Pferden für die weltberühmte Spanische Hofreitschule in Wien. Hier ist quasi Kindergarten, Schule und Altersheim der Lipizzaner, denn hier werden die edlen Pferde vorbereitet und hier genießen (manche) Hengste nach Beendigung ihrer Karriere in der Hofreitschule ihren wohlverdienten Ruhestand. Bärnbach ist unsere nächste Station, in den 1980er Jahren gestaltete Friedensreich Hundertwasser die St. Barbara-Kirche in den bekannten Farben und Formen aus: bunt und rund. Sie entdecken braune Hinweisschilder mit einem weißen Pferd? Ja, wir sind nun auf der Schilcherstraße unterwegs, einer der bedeutenden Weinstraßen der südlichen Steiermark. Das Schilcherland liegt zwischen Koralm und Radlalm, es umfasst den gesamten Bezirk Deutschlandsberg. Von weitem sehen wir die Burg der Lonspercher, sie ist nicht ohne Grund ein Wahrzeichen von Deutschlandsberg und bietet einen herrlichen Ausblick. Besonders sehenswert ist das Burgmuseum Archeo Norico, untergebracht im gotischen Bergfried und den daran angrenzenden ehemaligen Wohn- und Repräsentationsgebäuden der Burg Deutschlandsberg. Das Städtchen ist eine verträumte und etwas verschlafene Bezirksstadt mit einem besonderen Flair. Auf dem Weg Richtung Graz machen wir einen kurzen Abstecher nach Stainz und werfen einen Blick in die ehemalige Stiftskirche zu Stainz, nun zum Schloss Stainz gehörig. Nikolaus Harnoncourt schätzte die besondere Akustik dieser stattlichen Kirche. Den Tag lassen wir bei einem guten Glas Schilcher in einem Weingut ausklingen. Hier begutachten wir natürlich den Klapotetz, den wir schon öfter gesehen haben – das Windrad mit seinen Schlägeln vertreibt mit dem rhythmischen Geklapper die Vögel aus den Weingärten.
4. Tag: Ausflug Südsteirische Weinstraße: Kitzeck & Gamlitz – Weinbergwanderung in Gamlitz - Schloss Seggau – Frauenberg. Und weiter geht es mit der Erkundung der vielfältigen steirischen Weinstraßen: Heute halten wir uns gen Süden, Richtung Leibnitz - die aussichtsreiche Fahrt auf der Sausaler Weinstraße führt über St. Nikolai im Sausal zum höchstgelegenen Weinort Kitzeck. In Großklein lassen wir uns in der Ölmühle Kremsner in die Welt des schwarzen Goldes einführen - die Geschichte des Kürbisanbaus, der die Region neben dem Weinbau prägt, ist sozialgeschichtlich wie kulinarisch interessant. Später lernen wir eine der ältesten Weinstraßen der Steiermark kennen - die Südsteirische Weinstraße führt von Ehrenhausen nach Leutschach. Auf der beschaulichen und aussichtsreichen Fahrt durch die herbstlichen Weinberge erreichen wir Gamlitz, den bekanntesten Weinort der Steiermark. Nach einer interessanten Weinbergwanderung bei Gamlitz werden wir in einer Buschenschank entsprechend mit den Köstlichkeiten der Region versorgt. Am Nachmittag sind wir im ehemaligen Bischofsschloss Seggau zu Gast - wir besichtigen im Rahmen der Schlossführung die Fürstenzimmer und die Seggauer Liesl, die größte historische Glocke der Steiermark. Der Renaissancehof beherbergt römische Steindenkmäler und auch der über 300 Jahre alte Weinkeller ist sehenswert. Unweit von Schloss Seggau finden wir am Frauenberg nahe Leibnitz eine der bedeutenden archäologischen Fundstellen in Österreich. Das denkmalgeschützte Museumsgebäude steht auf den Grundmauern eines römischen Tempels - dem ältesten freistehenden Mauerwerk der Steiermark. Der Frauenberg ist seit der Jungsteinzeit besiedelt, bei Ausgrabungen fanden sich bedeutende Funde aus der Eisenzeit, der Römerzeit und der Spätantike. Rückfahrt nach Graz.
5. Tag: Ausflug Thermen- & Vulkanland: Schloss Herberstein - Riegersburg - Gölles - Edelsbach - Vulcano Schinkenmanufaktur. Abwechslungsreich ist es auch im Südosten: Ein mächtiges Schloss, zauberhafte Gärten sowie Stile großer Epochen machen das Gartenschloss Herberstein zum prachtvollen Zeugen des Abendlandes. In die Welt der modernen Kunst tauchen wir im Gironcoli Museum ein - wie ein gigantisches Schiff aus Stein liegt es an der Feistritz. Der Nachmittag beschert uns eine mächtige Burg - die Riegersburg. Der beindruckende Basaltfelsen, auf dem die Burg errichtet wurde, war schon vor 6000 Jahren besiedelt. Mit ihren umfangreichen Befestigungsanlagen galt die größte Barockburg des Landes zu Recht als stärkste Festung des Abendlandes und konnte niemals erobert werden. Gleich benachbart erweist sich Gölles, die bekannteste Essig- und Edelbrändemanufaktur im Land, als ein wahrer Genussort; wie beim Wein schmeckt man auch bei Essig und Edelbränden den „Terroir“ der Gegend. 25 Elektromotoren, Hunderte Glühbirnen und Tausende Einzelteile bilden die Weltmaschine von Franz Gsellmann in Edelsbach – das ambitionierte Projekt des steirischen Genies, das er von den 50er bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts betrieb, ist ein licht- und geräuschproduzierendes Perpetuum mobile, eine lustvolle Auseinandersetzung von Mensch und Maschine. Die Geschmacksknospen werden auch im Vulkanland gekitzelt, bei einer zünftigen Jause in der Vulcano Schinkenmanufaktur verkosten wir den schmackhaften Vulcano-Schinken. Rückfahrt nach Graz.
6. Tag: Stift Rein – Rückreise Wels – Salzburg/ - Linz bzw. Graz - Wien/St. Pölten. Heute erleben wir einen letzten kulturellen Höhepunkt: Das 1129 gegründete Zisterzienserstift Rein ist das älteste durchgehend aktive Zisterzienserkloster der Welt. Der geführte Rundgang vermittelt einen Einblick in die reiche künstlerische Ausstattung der Stiftsgebäude - wir sehen ua. den Huldigungssaal, die Bibliothek mit dem Keplertisch u.v.m. Noch ein Mittagessen, ein kurzes Resümee, dann trennen sich die Wege. Reisende aus Wien und St. Pölten nehmen den Zug ab Graz um 14.26 Uhr – Ankunft in Wien-Hauptbahnhof um 17.02 Uhr, in St. Pölten um 17.28 Uhr (mit Umstieg in Meidling). Reisende aus OÖ und Salzburg fahren mit dem Reisebus bis Wels (Ankunft um ca. 17.00 Uhr) und Linz (Ankunft ca. 17.45 Uhr). Fahrt mit der WESTbahn von Wels nach Salzburg um 17.46 Uhr – Ankunft um 18.48 Uhr.

LEISTUNGEN:

  • Fahrt mit Reisebus mit verstellbaren Sitzen (****Sitzabstand) u. Bordtoilette
  • WESTbahn- bzw. ÖBB-Ticket Wien/St. Pölten – Wels und retour Graz – Wien/St. Pölten bzw. Salzburg – Wels und retour inkl. Sitzplatzreservierung
  • 5 Übernachtungen im ****Hotel „Das Weitzer“ in Graz (österr. Klassifizierung) in Zweibettzimmern mit Dusche/WC inkl. Frühstücksbuffet
  • Abendessen am Anreisetag im Hotel
  • Eintritte (ca. € 140, –): Stift Admont, Kunsthaus Graz, Schloss Eggenberg, Lipizzanergestüt Piber, Hundertwasserkirche St. Barbara, Burg Deutschlandsberg, Bischofsschloss Seggau, Tempelmuseum Frauenberg, Gartenschloss Herberstein inkl. Gironcoli Museum, Riegersburg, Franz Gsellmanns Weltmaschine, Zisterzienserstift Rein
  • Wanderung im Nationalpark Gesäuse mit einem Nationalpark-Ranger (ca. 1,5 Stunden)
  • Auf- und Abfahrt mit der Grazer Schlossbergbahn
  • Besuch eines Schilcher-Weinguts inkl. Weinverkostung
  • Besuch einer Kürbiskernölmühle inkl. Verkostung von Kürbiskernöl
  • Besuch der Essig- und Edelbrändemanufaktur Gölles inkl. Verkostung
  • Besuch der Vulcano Schinkenmanufaktur inkl. Jause
  • Jause in einer Buschenschank in Gamlitz
  • qualifizierte österreichische Reiseleitung

Höchstteilnehmerzahl: 25 Personen

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