Nord-Algerien und Tunesien - UNESCO-Welterbe
Durch die römischen Provinzen Numidien und Africa
* Ausflug zur antiken Stadt Tipasa
* einzigartige römische Städte Djémila u. Timgad
* Hippo Regius, die Stadt des Hl. Augustinus
* Marmorbrüche von Chimtou und Bulla Regia
* Kasbah von Le Kef, Dougga und Sufetula
* Thuburbo Majus, Utica und Karthago
* Bizerté und heilige islamische Stadt Kairouan

Die Faszination der römischen Ausgrabungen im Norden Afrikas, in den antiken römischen Provinzen Numidien und Africa, ist bis heute ungebrochen. Wo vor 2000 Jahren Heere stationiert waren, Handelskarawanen aus Schwarzafrika - mit kostbaren Gütern beladen – umgeschlagen wurden, erwartet uns eine Fülle erstklassig erhaltener antiker Bauten und Stadtanlagen inmitten der weiten Steppenlandschaft.
Reiseleitung: Mag. Andreas Krebs
1. Tag: Wien/Salzburg/Graz/München - Frankfurt - Algier - Annaba. Linienflug mit Lufthansa über Frankfurt nach Algier (ca. 06.00 - 12.10 Uhr). Nach dem langen Einreiseprozedere geht es nach Algier, wo wir noch das Bardo-Museum zur Vorgeschichte Algeriens besuchen.
2. Tag: Algier - Ausflug Tipasa (UNESCO-Welterbe) u. Cherchell. Westlich von Algier liegt Tipasa am Mittelmeer - von den Phöniziern gegründet, von den Römern zu einer Militärkolonie ausgebaut. In idyllischer Küstenlage finden wir Überreste der Bäder, des Theaters sowie des antiken Hafens. Albert Camus hat dem Ort ein literarisches Denkmal gesetzt („Hochzeit des Lichts“ u. „Heimkehr nach Tipasa“). Wir genießen in einem Fischrestaurant frischen Fisch und sehen danach in Cherchell das eindrucksvolle königlich-mauretanische Mausoleum (1. Jh. v. Chr.), wo der Berber-/Amazigh-König Juba II und seine Gattin, die Tochter von Kleopatra, begraben sind. Am späten Nachmittag Rückkehr nach Algier.
3. Tag: Algier (UNESCO-Welterbe). Wir nehmen uns Zeit, um Algier näher zu erkunden – die Stadt am Mittelmeer präsentiert sich mit schönen Jugendstilhäusern und Arkaden aus der französischen Kolonialzeit. Einen weiteren Blick in die Geschichte wagen wir im Archäologischen Museum sowie beim beeindruckenden Märtyrer-Denkmal, das an die rund eine Mio. Opfer des Befreiungskrieges (1954 – 1962) erinnert. Anschließend erkunden wir die Altstadt mit der Kasbah: Sie stammt zum größten Teil aus osmanischer Zeit - enge Gassen winden sich durch das Ensemble alter Ziegelhäuser. Wir besuchen die Bastion 23 und fahren zur Basilika Notre Dame d‘Afrique, die sich in einzigartiger Lage über der Bucht erhebt.
4. Tag: Algier - Sétif - Djémila (UNESCO-Welterbe). In rascher Fahrt geht es ostwärts durch die Große Kabylei - Heimat von gut 5 Mio. Amazigh/Berber, die zwischen den großen Gebirgszügen und dem Mittelmeer leben. Vorbei an der Universitätsstadt Sétif, die auf einer Hochebene zwischen Atlasgebirge und Meer liegt, erreichen wir unser Ziel Djémila – die „Schöne“, eine eindrucksvolle römische Ruinenstadt der antiken Provinz Numidien, die Ende des 1. Jh. für ausgediente Söldner entstand. Die fruchtbaren Böden und ausreichend Wasser ließen die Stadt Cuicul aufblühen, die gut erhaltenen Plätze, zwei Foren, Thermen und Tempelanlagen sowie Triumphbögen legen ein beredtes Zeugnis darüber ab. Am Nachmittag geht es zurück nach Sétif, wo wir noch das Mosaikenmuseum besuchen.
5. Tag: Sétif - Constantine. Durch das Atlasgebirge erreichen wir Constantine, die drittgrößte Stadt Algeriens und eine der wichtigsten Städte Numidiens in der Antike. Eindrucksvoll ist die Lage an einer gewaltigen Schlucht des Flusses Rhumel - Stadt der Brücken und Schluchten wird sie genannt. Wir besuchen die Abd El Kader Moschee sowie das eindrucksvolle Palais Ahmed Bey inmitten der Medina, ein bezaubernder maurischer Palast, dessen Wände mit schönen Fresken geschmückt sind. Sie erzählen von Ahmed Beys Reisen nach Istanbul, Kreta oder Ägypten, aber auch von seiner Pilgerreise nach Mekka.
6. Tag: Ausflug Lambaesis - Timgad (UNESCO-Welterbe). Heute führt uns ein Ausflug Richtung Süden - zunächst zum königlichen Mausoleum von Madracen sowie zu den gewaltigen Überresten von Lambaesis, das wichtigste Militärlager der römischen Provinz Africa. Nur 20 km entfernt liegt Timgad, das antike Thamugadi, und begeistert mit einer Fülle an erhaltenen Bauten, wie dem Theater, Kapitol, Forum, der Bibliothek u.v.m. Gegründet um 100 v. Chr. entwickelte es sich von einem militärischen Posten zu einer blühenden Handels- und Bischofsstadt. Besichtigung des Museums, am späten Nachmittag Rückkehr.
7. Tag: Constantine - Guelma - Annaba. Wir erkunden die Dolmen von Roknia und die heißen Quellen von Hammam Mashkoutine mit ihren teils riesigen Sinterbecken. Im nahen Guelma beeindruckt uns das gewaltige römische Theater. Traurige Berühmtheit hat Guelma (wie Sétif) 1945 als Schauplatz von Massakern durch die Franzosen bekommen. Schließlich kommen wir in die Küstenebene und erreichen im Osten des Landes Annaba, das antike Hippo Regius. Annaba ist auch die Stadt des Kirchenvaters Augustinus, der hier Ende des 4. Jh. als Bischof von Hippo Regius lebte und lehrte.
8. Tag: Annaba/Hippo Regius - Babouch - Aïn Drahem. Wir besuchen die Kirche des Hl. Augustinus, dann erkunden wir die Ausgrabungen von Hippo, das einer der wichtigsten Ausfuhrhäfen für afrikanische Produkte im römischen Reich war. Der Handel blühte und damit wuchs auch die Stadt - die interessanten Überreste werden wir am Vormittag sehen. Anschließend machen wir uns auf den Weg zur tunesischen Grenze bei Babouch - nach den eventuell langen Grenzformalitäten erwartet uns der tunesische Bus und bringt uns nach Aïn Drahem.
9. Tag: Aïn Drahem - Chimtou - Bulla Regia - Dougga (UNESCO-Welterbe). Durch das Bergland im Westen Tunesiens erreichen wir Chimtou, das antike Simitthus, das für seine Marmorsteinbrüche im ganzen römischen Imperium bekannt war – „numidischer Marmor“ war heiß begehrt vom Pantheon über die Caracalla-Thermen bis zur Hadriansvilla in Tivoli. Etwas östlich liegt inmitten riesiger Getreidefelder die eindrucksvolle numidische, später römische Stadt Bulla Regia. Um die Hitze auszuhalten, wurden die prächtigsten Gebäudeteile unter die Erde verlegt. Wir sehen Villen und Paläste mit säulenumstandenen Innenhöfen, die in der Blütezeit der Stadt im 2. und 3. Jh. entstanden. Noch weiter südöstlich liegt an einer 500 m hohen Bergflanke das Welterbe Thugga, eine der schönsten Ausgrabungen Tunesiens, das einen guten Eindruck vom urbanen Leben in römischer Zeit gibt. Wie Bulla Regia war es unter dem Numiderkönig Massinissa entstanden und im 1. Jh. an das römische Reich gefallen. Thugga lag in der „Kornkammer Roms“ und konnte dank des Reichtums - die Stadt hatte ca. 25.000 Einwohner - herrliche Tempel, Theater und Kapitol errichten.
10. Tag: Dougga - Musti - El Kef - Haidra - Sbeitla. Wir bleiben im schönen Hügelland im Nordwesten Tunesiens - nach einem kurzen Halt in Musti, wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der Römerstraße von Karthago nach Tebessa, erreichen wir El Kef mit seiner schönen Altstadt, die sich um die osmanische Kasbah schmiegt - hier vermischen sich römische, christliche und muslimische Elemente. Ein Abstecher führt nach Haidra, das antike Ammaedara, eine der ältesten Städte in der römischen Provinz Africa. Erhalten blieben aber vor allem riesige byzantinische Bauten, die Festung, byzantinische Kirchen und Bäder. Am Abend erreichen wir schließlich Sbeitla, das antike Sufetula.
11. Tag: Sbeitla/Sufetula - Kairouan - Thuburbo Majus - Tunis. Welche der eindrucksvollen römischen Städte die beeindruckendste ist, werden Sie entscheiden müssen, aber Sufetula, das wir am Morgen durchstreifen, gehört mit seinen drei Forums-Tempeln sicherlich dazu. Nach so viel römischer Antike erwartet uns inmitten einer kargen Ebene die älteste moslemische Stadt Nordafrikas, Kairouan, mit einer der faszinierendsten Moscheen, der Okba Ibn Nafi Moschee, mit einer bezaubernden Medina und den Wasserbecken der Aghlabiden, die erst das Überleben in der trockenen Region ermöglichten. Bevor wir Tunis erreichen, streifen wir durch die römische Stadt Thuburbo Majus.
12. Tag: Medina von Tunis (UNESCO-Welterbe) - Karthago - Sidi Bou Said (UNESCO-Welterbe). Die Medina von Tunis mit ihren schönen Altstadtgassen gilt als die größte noch erhaltene Altstadt Nordafrikas. Vom 12. - 16. Jh. war Tunis eine der größten und reichsten Städte der islamischen Welt - mit der Ez Zitouna-Moschee aus dem 8. Jh. (nur Außenbesichtigung). Wir erkunden die antike Metropole Karthago, in der Antike die führende Seemacht des westlichen Mittelmeers. Von Ruhm und Macht ist leider nicht mehr viel zu sehen. Den Tag lassen wir im Künstlerdorf Sidi Bou Said ausklingen - weiß strahlende Häuser thronen auf einem Hügel und bieten mit dem blauen Meer und farbenprächtigen Bougainvilleas ein perfektes Bild. Der Ort hat Künstler wie August Macke und Paul Klee zu herrlichen Bildern inspiriert.
13. Tag: Tunis: Bardo-Museum - Utica - Bizerté. Den Abschluss bildet das Bardo-Nationalmuseum, eines der bedeutendsten Museen Nordafrikas mit seiner einzigartigen Mosaikensammlung. Ein letzter Ausflug führt uns nach Utica, die älteste phönizische Stadt Nordafrikas, und nach Bizerté, seit 3000 Jahren Seefahrts- und Handelszentrum im nördlichen Tunesien, dessen Alter Hafen mit bunten Fischerbooten ein letztes schönes Motiv bietet. Anschließend Rückkehr zum Hotel - nach dem Abendessen gegen 23.00 Uhr Transfer zum Flughafen.
14. Tag: Tunis - Frankfurt - Wien/Graz/Salzburg/München. Rückflug nach Frankfurt (ca. 02.55 - 05.25 Uhr) und weiter nach Wien, in die Bundesländer bzw. nach München.
LEISTUNGEN:
Gültiger Reisepass (bei Einreise mind. 6 Monate), Visum für Algerien und obligatorische Reiseversicherung erforderlich.
Mindestteilnehmerzahl: 12 Pers., Höchstteilnehmerzahl: 18 Pers.
NICHT INKLUDIERT: Visum Algerien - derzeit € 210,– (über Botschaft in Wien)
HOTELUNTERBRINGUNG: Die Unterbringung erfolgt in folgenden o.ä. Hotels (Landes-Klassifizierung) in Zweibettzimmern mit Du/WC.
Algier ****„New Day Hotel“
Sétif ****„Taj el Mouada Hotel“
Constantine ***Hotel „Protea“
Annaba ****Hotel „Seybouse International“
Ain Drahem ****Hotel „El Mouradi Hammam Bourguiba”
Dougga ***“Hotel Thugga” bzw. ***“Hotel Tichilla” in Testour
Sbeitla ****“Hotel Byzacen”
Tunis *****”Hotel Golden Carthage Tunis” (mit Blick auf die Bucht von Tunis – 20 km von Tunis entfernt)
! HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass es eine partielle Reisewarnung für die Grenzgebiete von Algerien zu Marokko gibt (nicht Ihre Reiseregion).
Zustiege
| H | R | Bezeichnung | Termin | Preis pro Person ab | ||
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| Nord-Algerien und Tunesien | 01.11.2027 - 14.11.2027 | 3.580,- € | ||||
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