Nordfrankreichs Kunstschätze mehr Kultur, Geschichte und Archäologie StädteReise 
 mit ausgedehnten Stadtspaziergängen - wir sind viel zu Fuß unterwegs

Auf den Spuren der französischen Gotik von Saint Denis bis Straßburg
* Alabasterküste und Opalküste
* Louvre-Lens u. Centre Pompidou-Metz
* flämische Altstädte von Lille und Arras


Kathedrale von Laon © stock.adobe.com

Strand von Wissant/Opalküste © stock.adobe.com

Gerberoy © stock.adobe.com


Die gotische Kunst, die im Mittelalter in Frankreich entstand, sei die Antwort auf die Suche nach dem Schönen - davon war u.a. Victor Hugo überzeugt. In Nordfrankreich, eingerahmt von der Alabaster- und Opalküste sowie südflandrischen Belfrieden, haben mutige Baumeister des Mittelalters Grenzen überschritten und einzigartige Kathedralen wie Saint-Denis, Beauvais, Amiens, Laon, Noyon oder Reims erschaffen. Aus dem Zusammenspiel von Kreuzgewölben und Spitzbögen entstanden Bauwerke faszinierenden Ausmaßes, die wir noch heute bestaunen und bewundern können. Auf unserem Weg quer durch den Norden Frankreichs runden wir das Bild noch mit der Kathedrale von Metz sowie dem Münster von Straßburg ab.


Reiseleitung: Mag. Bronka Zappe

1. Tag: Salzburg/Linz - Wien - Paris - Saint-Denis - Sainte-Chapelle - Musée de Cluny. AIRail am Vortag nach Wien (Übernachtung in Wien nicht inkl. - siehe S. 189). Linienflug mit Austrian nach Paris (ca. 07.05 - 09.05 Uhr). Transfer nach Saint-Denis: Hier in der bedeutenden Abteikirche der Merowinger und Karolinger, Grablege zahlreicher französischer Könige, sehen wir quasi die Geburtsstunde der Gotik in Frankreich. Um 1140 wurde der Chor mit spitzbögigen Kreuzrippengewölben ausgestattet, die fortan das Maß aller Architektur bis 1500 war. Unser nächster Besichtigungspunkt ist ein hochgotisches Juwel auf der Île de la Cité: Als Palastkapelle zur Aufbewahrung bedeutender Reliquien entstand 100 Jahre nach Saint-Denis die Sainte-Chapelle: Wir stehen inmitten eines von grandiosem Licht durchfluteten „Glasschreins“, der durch einzigartige Buntglasfenster geschaffen wird. Am Nachmittag wollen wir in die Welt des Mittelalters eintauchen - im französischen Nationalmuseum des Mittelalters / Musée de Cluny. Wo in römischer Zeit Thermen lagen, im 15. Jh. das Hôtel de Cluny als Niederlassung des berühmten Burgunder-Klosters in Paris entstand, befindet sich seit gut 15 Jahren ein wunderschönes modernes Museum, das einzigartige Objekte des Mittelalters zeigt - fantastische Bildteppiche wie die „Dame mit dem Einhorn“, gotische Skulpturen, kostbare Emailarbeiten aus Limoges, prachtvolle Glasmalereien u.v.m. Wer möchte, kann im Rahmen der Vesper einen Blick auf die neurenovierte Notre-Dame werfen. In jedem Fall lassen wir den Tag bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen.
2. Tag: Paris - Senlis - Beauvais - Gerberoy - Dieppe. Nördlich von Paris, in der alten Region Picardie, liegt das geschichtsträchtige Städtchen Senlis, das uns u.a. mit den Ruinen der römischen Stadt Augustomagnus beeindruckt. Wir spazieren durch die mittelalterlichen Gassen des hübschen Ortes, der Ende des 10. Jh. zum Zentrum der Herrscherdynastie der Kapetinger wurde. Ein besonderes Juwel ist die gotische Kathedrale Notre-Dame, nicht so gewaltig wie andere Bauten, aber mit einem besonders schönen Portal, das wieder in den Originalfarben leuchtet. Das nächste Highlight erwartet uns in Beauvais – die Kathedrale Saint-Pierre mit dem höchsten gotischen Gewölbe der Welt (knapp 47 m Höhe). Dass hier mit zu viel Wagemut gebaut wurde, sehen wir auf den zweiten Blick - ein gewaltiger Chor, aber kein Kirchenschiff - dieses wurde durch den Einsturz des Vierungsturms im 16. Jh. komplett zerstört. Nach himmelstrebenden Kathedralen brauchen wir etwas Ausgleich - im hübschen Ort Gerberoy mit seinen schönen Fachwerkhäusern und bezaubernden Rosen erkunden wir den Garten des impressionistischen Malers Henri Le Sidaner. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich die Alabasterküste und den Ort Dieppe.
3. Tag: Dieppe - Saint-Valery-sur-Somme - Abbeville - Amiens. Am Morgen besuchen wir die Burg von Dieppe (15. Jh.), dann folgen wir der Opalküste Richtung Osten zum Mündungsgebiet der Somme, an dessen Südufer das mittelalterliche Dorf Saint-Valery-sur-Somme liegt. Wir flanieren durch die Gassen und unternehmen eine Bootsfahrt in den Mündungstrichter der Somme bis Le Hourdel - mit Glück können wir Robben beobachten. Folgt man der Somme weiter landeinwärts, erreichen wir Abbeville, die historische Hauptstadt der Picardie Maritime - neben dem Belfried aus dem frühen 13. Jh. beeindruckt vor allem die spätgotische Stiftskirche Saint-Vulfran. Nach einem Spaziergang brechen wir nach Amiens, die Stadt der Kunst und Geschichte, auf: Die 800-jährige Kathedrale von Amiens (UNESCO-Welterbe) ist die flächenmäßig größte Kathedrale Frankreichs, ein außergewöhnliches Beispiel französischer Gotik, das wir zum Tagesausklang besuchen wollen. Bei unserem Besuch sehen wir, wie die Architekten an die Grenzen der Machbarkeit gingen, gleichzeitig aber aus Stein und feinster Glasmalerei die perfekte Balance geschaffen haben.
4. Tag: Ausflug an die Opalküste. Heute führt uns ein Tagesausflug an die Opalküste - erste Station ist die ehemalige Zisterzienser-Abtei und die Gärten von Valloires. Weiter geht es zur Küste zu einem der schönsten Strände bei Le Touquet-Paris-Plage. Nördlich von Boulogne-sur-Mer erhebt sich am Strand bei Ambleteuse das Fort Mahon, nur unweit nördlich liegt das Cap Gris-Nez, von dem wir auf die weiten Strände von Châtelet und Wissant hinunterblicken, die zu den bekanntesten Impressionen der Opalküste zählen. In Amiens folgen wir am späten Nachmittag noch den Spuren von Jules Verne.
5. Tag: Amiens - Lille - Louvre-Lens - Arras. Rasche Fahrt nordwärts nach Lille, der Hauptstadt Nordfrankreichs und einst Hauptstadt des südlichen Flanderns - man taucht in eine einzigartige Mischung aus flämischen Traditionen und französischer Lebensart ein. Die Altstadt ist eine Schatzkammer der Architektur, die auch an die spanische Vergangenheit der Stadt erinnert. Rund um den Grand‘ Place mit der barocken „Alten Börse“ reihen sich Prachtbauten wie die Oper, die Handelskammer mit dem eindrucksvollen Belfried und das Théâtre du Nord - und alles wird vom Rathaus und seinem markanten Belfried überragt (UNESCO-Weltkulturerbe). Etwas südlich erstreckt sich das ehemalige Nordfranzösische Kohlerevier (UNESCO-Welterbe) - inmitten des aufgelassenen Bergbaugeländes, wo bis 1980 Steinkohle gefördert wurde, eröffnete man 2012 das Museum Louvre-Lens, in dem Kunstwerke aus 5000 Jahren präsentiert werden (Besichtigung). Am Nachmittag erreichen wir Arras mit den vielleicht schönsten Plätzen Nordfrankreichs (UNESCO-Welterbe), dem Grand‘ Place und Place des Héros, die im flämischen Barockstil erstrahlen. Erst spät wurde Arras französisch - 1659 endete die Epoche der spanischen Niederlande in Arras. Trotz der Zerstörungen im Ersten und Zweiten Weltkrieg konnte das historische Erbe nahezu originalgetreu wieder aufgebaut werden. Arras war im Mittelalter für seine Bildteppiche bekannt - die bekanntesten haben wir in Paris gesehen - die Dame mit dem Einhorn!
6. Tag: Arras - Noyon - Laon - Reims. Heute sind wir wieder zu einzigartigen Kathedralen unterwegs - in Noyon finden wir lt. Auguste Rodin die harmonischste Kathedrale Frankreichs: Karl der Große wurde hier in Noyon 768 zum König der Franken gekrönt, 220 Jahre später Hugo Capet zum König von Frankreich. Die zweitälteste Kathedrale Frankreichs beeindruckt mit mehr als 100 Meter hohen Kirchentürmen, fein verziert mit Gesimsen, Kordeln oder rankendem steinernem Laub. In Laon erwartet uns der „gekrönte Berg“, ein einzigartiges Stadtensemble - die fantastische Kathedrale erhebt sich auf einem 100 m hohen Kalksteinfelsen, auf dem die mittelalterliche Oberstadt liegt. Victor Hugo schwärmte von der Stadt: „Alles ist schön in Laon, die Kirchen, die Häuser, die Umgebung, einfach alles …“ Beim Anstieg zur Kathedrale hören wir auch die Legende der Ochsen von Laon, die Stein um Stein das Baumaterial hinaufgetragen haben. Der frühgotische Bau war schon im Mittelalter eine Sehenswürdigkeit - die Fensterrosetten, die achteckigen Turmaufbauten und zweigeschoßigen Galerien machten die Kathedrale weithin bekannt. Laon diente u.a. als Vorbild für die Kathedrale von Reims (UNESCO-Welterbe), die wir am Nachmittag erreichen. Sie gilt als einer der wichtigsten historischen Plätze Frankreichs - hier wurden Frankreichs Könige gekrönt, hier war einer der Triumphplätze der Jeanne d’Arc. Nachdem wir hier die Champagne erreicht haben, verkosten wir zum Abendessen auch Champagner.
7. Tag: Reims - Metz - Straßburg. Am Morgen besuchen wir die wunderbare Abtei Saint-Remi, die über dem Grab des Hl. Remigius entstand. Quer durch den Norden Frankreichs geht es nach Metz, die alte Hauptstadt Lothringens, heute Hauptstadt des Départements Moselle, das uns mit seiner schönen Lage an der Mosel, seinen eindrucksvollen Festungsbauten wie dem Deutschen Tor und schönen Plätzen wie dem Place Saint-Louis begeistert. Herausragend ist die Kathedrale Saint-Étienne, nicht nur dank der Höhe, sondern dank der unwahrscheinlichen Fläche (6500 qm) an Glasfenstern aus dem 13. - 21. Jh., darunter auch Werke von Chagall. Nach so vielen gotischen Kathedralen erwartet uns in Metz auch ein sehr eindrucksvoller moderner Bau - das Centre Pompidou-Metz, das mit der gewagten Architektur des Japaners Shigeru Ban beeindruckt. Am Nachmittag geht es schließlich weiter an die zauberhafte Ill nach Straßburg, wo wir bei einem kurzen Spaziergang in die schönen Gassen des Gerberviertels eintauchen.
8. Tag: Straßburg - München - Salzburg - Wels - Linz - St. Pölten - Wien. Den Abschluss unseres Programms bildet das Straßburger Münster, einer der schönsten gotischen Bauten Europas, mit französischen und deutschen Architektureinflüssen. Am Vormittag treten wir schließlich die Rückfahrt nach Österreich an - Rückfahrt ab Salzburg mit dem Zug nach St. Pölten und Wien, mit dem Bus geht es bis Linz zurück.

LEISTUNGEN:

  • Linienflug mit Austrian von Wien nach Paris
  • Fahrt mit einem österr. Reisebus mit verstellbaren Sitzen, Bordtoilette u. Aircondition ab Paris-CDG bis Salzburg bzw. Linz
  • 6 Übernachtungen in ****Hotels, 1 Nacht im ***Hotel - Landes-Klassifizierung, jeweils in Doppel-/Zweibettzimmern mit Du/WC
  • Frühstücksbuffet u. 4 x Abendessen: 1., 3., 6. und 7. Tag
  • Eintritte (ca. € 130,–): Saint-Denis, Sainte-Chapelle, Musée Cluny (Paris), Kathedrale Beauvais, Jardin Heni Le Sidaner (Gerberoy), Burg Dieppe, Louvre-Lens, Centre Pompidou (Metz), Münster Straßburg
    Bootsfahrt in der Baie du Somme bei Saint-Valery
    Champagner-Verkostung beim Abendessen in der Champagne
  • 1 Reise Know-How „Nordfrankreich“ je Zimmer
  • qualifizierte österreichische Reiseleitung (mobiles Audiosystem)
  • Klimaschutzbeitrag für alle Transporte
  • Flug bezogene Taxen (derzeit € 116,– nach Wien)

Gültiger Reisepass oder Personalausweis (für die Dauer des Aufenthalts) erforderlich.
Höchstteilnehmerzahl: 25 Pers.

HOTELUNTERBRINGUNG: Die Unterbringung erfolgt in folgenden o.ä. Hotels (Landes-Klassifizierung) in Zweibettzimmern mit Du/WC
Paris ****Hotel Mercure Centre Tour Eiffel (3 Gehminuten zum Eiffelturm)
Dieppe ****Hotel Mercure La Présidence (unterhalb der Burg)
Amiens ****Hotel Mercure Amiens Cathédrale (2 Gehminuten von der Kathedrale)
Arras ****Hotel Mercure Arras Centre Gare (1 km vom Zentrum)
Reims ****Hotel Mercure Parc des Expositions (nahe Pommery,   6 km südlich des Zentrums)
Straßburg ***Hotel Le Grand (10 Gehminuten nach Petit France)

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Zustiege

LINZ, HAUPTBAHNHOF
SALZBURG, HAUPTBAHNHOF
ST.PÖLTEN, HAUPTBAHNHOF
WIEN, SCHWECHAT/FLUGHAFEN
H R Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Buchbar Buchbar Nordfrankreichs Kunstschätze 22.06.2027 - 29.06.2027 2.890,- €  


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