





Eine Spitzbergen-Umrundung gehört sicherlich zu den ungewöhnlichsten ExpeditionsSchiffsReisen Europas. Im Schein der Mitternachtssonne bewegen wir uns in der kaum besiedelten und urtümlichen Wildnis Spitzbergens. Die norwegische Inselgruppe ist überwiegend mit Eis und Gletschern bedeckt, aber dank des warmen Golfstroms kann man die Gewässer um die Inseln im Sommer gut befahren. Das trockene Klima sorgt zudem für einen unglaublichen Reichtum an arktischer Flora und Fauna: Walrosse, Seehunde, Robben und riesige Kolonien von Seevögeln haben hier ihren Lebensraum. Aber auch der Eisbär ist in seinem Element, und nur in wenigen anderen Gebieten der Erde besteht eine derart gute Möglichkeit, den "König der Arktis" zu sichten.
Longyearbyen, wo unsere ExpeditionsSchiffsReise beginnt, hat eine lange Geschichte als Bergbau-, vor allem Kohleförderstadt. Heute leben hier um die 2.500 Menschen, die selbst in dieser an sich unwirtlichen Gegend kaum etwas zu vermissen brauchen.
1. Tag: Wien/München - Oslo - Longyearbyen. Linienflug mit Austrian/Lufthansa (teilweise über Frankfurt) nach Oslo und weiter mit SAS nach Longyearbyen. Die Zwischenübernachtung erfolgt je nach Flugverfügbarkeit in Oslo oder in Longyearbyen.
2. Tag: Longyearbyen - Einschiffung. Die ehemalige Bergbaustadt ist die einzige größere Ansiedlung auf Spitzbergen und administratives Zentrum des gesamten Svalbard-Archipels. Möglichkeit zu einem Spaziergang durch die Stadt und Besuch des Museums mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte. Am Nachmittag Einschiffung und Bezug der Kabinen auf MS Plancius.
3. Tag: Krossfjorden. Auf der Fahrt nach Norden, entlang der Westküste Spitzbergens, erreichen wir morgens den Krossfjorden. Am Nachmittag gelangen wir nach Ny Ålesund, die nördlichste Siedlung der Welt. Der kleine Ort wird heute hauptsächlich von Forschern aus aller Welt genutzt, um die Auswirkungen des Ozonlochs auf unser Klima zu erforschen. Der berühmte norwegische Polarforscher Roald Amundsen hat hier ebenfalls seine Spuren hinterlassen: Hier startete er seinen Versuch, den Nordpol zu überfliegen. Der Mast, an dem sein Luftschiff "Norge" befestigt war, steht noch gut sichtbar außerhalb des Ortes. Hinweisschilder warnen davor, den Ort unbewaffnet zu verlassen: Eisbärengefahr! Wir finden aber auch Brutgebiete von Nonnengänsen, Kurzschnabelgänsen und Küstenseeschwalben rund um die Siedlung. Wieder zurück an Bord können wir den Abend an Deck verbringen und Ausschau nach Robben und Seevögeln halten.
4. Tag: Liefdefjorden. Die Westküste Spitzbergens gehört wegen ihrer wilden Schönheit zu den beliebtesten Attraktionen der Insel. Viele Vogelarten finden hier ein reiches Nahrungsangebot. Die steilen Küstenfelsen sind als Brut- und Ruheplätze interessant. Wir fahren in den Liefdefjord bis zur Abbruchkante des beeindruckenden Monaco-Gletschers. Alternativ ist eine Einfahrt in den Wijdefjord möglich, dessen Tundralandschaft vom Nordbreengletscher eingerahmt wird. Sollten die Eisverhältnisse (Anfang der Saison) die Fahrt in den Fjord unmöglich machen, kann sich die Route ändern.
5. - 6. Tag: Phippsøya. Wir steuern die nördlichste Inselgruppe Spitzbergens an: Seven Islands, nördlich von Nordaustlandet gelegen. Wir hoffen auf eine Anlandung auf Phippsøya, das auf 80° nördlicher Breite und nur etwa 540 Meilen vom geografischen Nordpol entfernt liegt. Eisbären, Elfenbeinmöwen und Walrosse bewohnen diese Region. Wir verweilen mehrere Stunden im Packeis und können die Stille und Schönheit der Natur genießen. Wenn die Eiskante zu weit nördlich der Seven Islands liegt (meist im August), benötigen wir einen weiteren Tag, um dem Eis-Erlebnis näher zu kommen. Falls die Eiskante näher liegt (meist im Juli), haben wir eventuell noch Zeit für einen Ausflug in den Sorgfjord. Dort sehen wir mit etwas Glück eine Walrossherde am Strand nahe der Walfängergräber aus dem 17. Jh. Es besteht auch die Möglichkeit, Schneehühner in dieser Region zu beobachten.
7. Tag: Hinlopen-Straße. Die Hinlopen-Straße trennt die Insel Spitzbergen von der Insel Nordaustlandet. Wir fahren ein Stück in diese Meerenge hinein und können Bartrobben, Ringelrobben und vielleicht sogar Eisbären oder Blauwale sichten. Durch die Eisschollen steuern wir unsere Zodiacs nahe an den Alkefjellet, einen hoch aufragenden Vogelfelsen, heran und erleben Tausende von Trottellummen. An der Ostseite der Hinlopen-Straße versuchen wir eine Anlandung in der Palanderbukta, wo Rentiere, Blässgänse und auch Walrosse ihre Heimat haben. Möglichkeit zu einer Küstenwanderung in der Polarwüste Nordaustlandet, die direkt neben der drittgrößten Eiskappe der Welt liegt.
8. Tag: Barentsøya - Edgeøya. Auch die Barentsøya ist eine unbesiedelte Insel im Osten des Archipels. Der Plan ist, den Freemansund zu durchfahren. Mögliche Stopps auf Barentsøya sind Sundneset (für eine alte Trapperhütte), die Mündung des Tals Skjolddalen (für eine Elfenbeinmöwenkolonie) und Diskobukta (für eine Dreizehenmöwenkolonie). Wir haben auch die Möglichkeit, in der Nähe von Gletschern, bei Kvalhovden anzulanden.
9. Tag: Hornsund. Wir kreuzen im spektakulären Hornsund, landschaftlich eine der schönsten Gegenden der Südwestküste. Uns bietet sich ein enges Nebeneinander zahlreicher in den Fjord kalbender Gletscher und steil aufragender, wildalpiner Bergmassive. Das alles wird überragt vom 1431 m hohen Hornsundtid, welcher fast unmittelbar aus dem Fjord aufsteigt. Das Fjordende, Brepollen, ist nahezu rundum von imposanten Eiswänden von 14 verschiedenen Gletschern umgeben. Einen Spaziergang können wir in Samarinvågen/Burgerbukta machen.
10. Tag: Ahlstrandhalvøya. Heute erreichen wir den Bell Sund, eines der größten Fjordsysteme Svalbards. Die Meeresströmungen machen diese Region etwas wärmer als andere Gebiete der Inselgruppe, was sich in der relativ üppigen Vegetation zeigt. Hier gibt es ausgezeichnete Möglichkeiten, die Landschaft und Tierwelt gleichzeitig zu erkunden. An der Mündung des Van Keulenfjorden finden sich zahlreiche Beluga Skelette. Glücklicherweise sind Belugas nicht vom Aussterben bedroht, so haben wir Chancen, auf eine Gruppe dieser Tiere zu stoßen. Während der Fahrt durch die Seitenfjorde des Bellsund können wir eventuell grasende Rentiere oder brütende Krabbentaucher in den Felshängen beobachten.
11. Tag: Longyearbyen - Oslo. Noch in der Nacht erreichen wir Longyearbyen. Morgens Ausschiffung und Transfer zum Flughafen. Linienflug nach Oslo. Zwischenübernachtung in einem Flughafenhotel.
12. Tag: Oslo - Wien/München. Rückflug von Oslo nach Wien oder München (teilweise über Frankfurt).
LEISTUNGEN:
Gültiger Reisepass (für die Dauer des Aufenthalts) erforderlich.
WICHTIGER HINWEIS:
Die Chancen, dass wir eine volle Spitzbergen-Umrundung durchführen können, liegen in der ersten Juli Hälfte bei 30%, in der zweiten Hälfte bei 60% und in der ersten Augusthälfte bei 90%. Für den Fall, dass die Eisbedingungen keine vollständige Umrundung zulassen, werden wir auf ein Programm im Nordosten oder Südosten von Spitzbergen zurückgreifen. Diese Reiseroute dient nur zur Orientierung. Das Programm kann je nach Eis-, Wetter- und Wildtierbeobachtung variieren. Anlandungen sind abhängig von der Verfügbarkeit von Plätzen, Genehmigungen und Umweltbelangen gemäß AECO-Vorschriften. Offizielle Fahrpläne und Anlandeplätze werden vor Beginn der Saison mit AECO festgelegt, aber der Expeditionsleiter bestimmt den endgültigen Fahrplan. Flexibilität ist bei ExpeditionsKreuzfahrten von äußerster Wichtigkeit.
Die Besatzung des Schiffes wird alles dazu beitragen, Ihnen eine unvergessliche ExpeditionsSchiffsReise zu ermöglichen.
Kabinenkategorien:
Zweibett-Außenkabine Standard: 1 Bullauge, 2 Unterbetten, Dusche/WC
Zweibett-Außenkabine mit Fenster: wie oben, allerdings 1 Fenster anstatt 1 Bullauge
Informationen zum Schiff:
Die MS PLANCIUS wurde 1976 als Forschungsschiff für die Königl. Holländische Marine gebaut. Im Juni 2004 wurde sie aus dem aktiven Dienst genommen und fährt nun seit Dezember 2006 für den bekannten holländischen Anbieter von PolarReisen, Oceanwide Expeditions. Umfangreich umgebaut und renoviert, ist sie seit Januar 2010 wieder im Eis unterwegs. Das Schiff ist ansprechend und komfortabel ausgestattet, aber nicht luxuriös. Bei den von ihr angelaufenen Destinationen steht das Erleben der Landschaft und Region im Vordergrund und es ist dafür das perfekte Schiff. MS PLANCIUS kann 108 Passagiere in 50 Kabinen unterbringen, von denen alle eine eigene Dusche und WC haben. Die Besatzung besteht aus 40 internationalen Crewmitgliedern und einem Arzt, die alles tun werden, was in ihrer Macht steht, um eine unvergessliche Reise in die extremen Regionen unserer Erde zu ermöglichen.
Geänderte Stornobedingungen:
bis zum 90. Tag vor Reiseantritt 30 %
bis zum 60. Tag vor Reiseantritt 60 %
ab dem 59. Tag vor Reiseantritt 100 %
Wir empfehlen eine Stornoversicherung!
>> VORINFORMATIONSBLATT: Skandinavien Allgemein
>> PDF der KATALOGSEITE
Zustiege
| H | R | Bezeichnung | Termin | Preis pro Person ab | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rund um Spitzbergen | 06.07.2026 - 17.07.2026 | 10.050,- € | ||||
| Rund um Spitzbergen | 15.07.2026 - 26.07.2026 | 10.050,- € | ||||
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