
Vom Schwarzen Meer zum Van-See, an Euphrat u. Tigris, zum Nemrut Dagi und zum Zeugma-Mosaik-Museum in Gaziantep





Die 11-tägige Reise folgt einer abwechslungsreichen Route vom Schwarzen Meer bis zum Van-See und weiter über Urfa bis Gaziantep. Dabei bereisen wir unterschiedliche Landschaften und erleben zwischen Erzurum im kargen Hochland und Gaziantep im Süden große Temperaturunterschiede. Wir schauen weit zurück in die Menschheitsgeschichte und staunen über die exzessive aktuelle Bautätigkeit. Sprachlos sind wir angesichts der fantastischen Ausgrabungen von Göbekli-Tepe und der gigantischen Köpfe und Statuen am Nemrut. Und genießen die bunten Basare, die stimmungsvollen Städte, traditionellen Moscheen und Medresen und auch die unterschiedlichen kulinarischen Köstlichkeiten.
1. Tag: Wien/Salzburg/München - Istanbul - Trabzon. Linienflug mit Turkish Airlines über Istanbul nach Trabzon am Schwarzen Meer (ab Wien ca. 10.40 - 14.05 Uhr/17.45 - 19.35 Uhr). Transfer zum Hotel.
2. Tag: Trabzon - Sumela Kloster - Erzurum. Wir starten in Trabzon und besichtigen zunächst die Hagia-Sophia mit spätbyzantinischen Fresken, dann geht es hoch hinaus. Wir erkunden die Ruinen des orthodoxen Sumela Klosters (5. Jh.), das kühn über einer 250 m hohen Klippe schwebt und im Mittelalter von griechischen Mönchen gegründet worden war. Die massive 7-stöckige Fassade verbirgt mehrere Kirchen und eine freskengeschmückte Höhle (14. Jh.). Über das Pontische Gebirge und den Kop-Pass gelangen wir nach Erzurum, die höchstgelegene Großstadt der Türkei (1950 m).
3. Tag: Erzurum - Ani - Kars. Am Morgen besichtigen wir die Doppelminarett-Medrese, die Ulu Cami, Üç Kümbetler - drei (eigentlich mehr) Grabtürme - und die beeindruckende Yakutiye Medrese aus dem 14. Jh. Fahrt über Pasinler mit der schönen Seldschukenbrücke und Sarikamis in die seit 300 Jahren verlassene Ruinenstadt Ani im Hochland an der armenischen Grenze. Hier stoßen wir auf die bedeutendsten armenischen Sakralbauten (10.-13. Jh.) auf türkischem Boden. Durch die mächtige Stadtmauer betreten wir das Gelände und wandern von Ruine zu Ruine, bewundern die dreischiffige Kathedrale, das Fragment der Erlöserkirche, die Fresken von St. Gregor von Tigran Honents, eine Moschee. Unser heutiges Ziel ist Kars - die Provinzstadt ist der Schauplatz von Orhan Pamuks Roman “Schnee”.
4. Tag: Kars - Dogubeyazit - Van. Wir besichtigen die armenische Apostelkirche, Badehäuser und die historische Steinbrücke. Wer mag, nimmt den steilen Aufstieg auf die Burg, alle gemeinsam besuchen wir einen Käseladen: Das hohe Plateau schafft ausgezeichnete Bedingungen für die Produktion von Joghurt, Milch, Käse, Honig und Fleisch. Atemberaubend schön zeigt sich bei unserer Fahrt der Berg Ararat (5165 m), der höchste Berg der Türkei. Dogubeyazit beherbergt mit dem Ishak Pasha Palast eine besondere Attraktion, die türkischen, persischen und armenischen Steinmetzarbeiten sind in beeindruckender Qualität erhalten. Unser heutiges Etappenziel ist Van, eine der wichtigsten Städte in der Osttürkei, sie ist für ihre Teppiche und Kelims bekannt, die sich durch spezielle Farbkombinationen und einzigartige Designs auszeichnen.
5. Tag: Van - Insel Akdamar - Ausflug Çavustepe - Van. Am Vormittag setzt uns ein Boot über zur Insel Akdamar, wir bewundern die großartige armenische Kirche des Heilig-Kreuz-Klosters mit ihrem einmaligen Reliefschmuck aus dem 10. Jh. Wir befinden uns im ehemaligen Reich der altorientalischen Urartäer und besichtigen u.a. die Überreste der eindrucksvoll gelegenen Urartäer-Festung Çavustepe, später zur Vertiefung das Urartu-Museum in Van mit Blick auf den mächtigen Burgberg. Der Van-See soll ebenfalls eine untergegangene große Urartäer-Festung verbergen, wie Wissenschafter vermuten.
6. Tag: Van - Hasankeyf - Midyat. Eine lange Fahrt: Wir halten bei der Brücke von Malabadi (12. Jh.) und fahren dann über Bitlis und Batman in die (früher) malerische Stadt Hasankeyf, die nun fast vollständig geflutet wurde. Nur mehr die Brückenpfeiler erzählen von der römischen Brücke, die einst von den Reisenden der Seidenstraße überquert wurde. Das neue Hasankeyf ist eine auf dem Reißbrett entworfene Mustersiedlung. Hier überqueren wir den biblischen Fluss Tigris und betreten das Zweistromland. Auf der Hochebene des Tur Abdin leben heute noch syrische Christen, die einen aramäischen Dialekt sprechen. Den Tag beendet ein Spaziergang durch die Altstadt von Midyat mit einem entspannten Pistazienkaffee mit großartiger Aussicht.
7. Tag: Midyat - Mardin - Diyarbakir. Ehe wir in die Altstadt von Mardin eintauchen, erkunden wir die Kasimiye Medrese mit schöner Brunnenanlage. Mardin ist eine der atmosphärereichsten Städte Südostanatoliens, ein Amalgam aus unterschiedlichsten Architekturepochen - wir spazieren durch den bunten, lebhaften Kayseriye Basar. Anschließend besuchen wir das syrisch-orthodoxe Kloster Deir-az-Zafaran, in dem 1200 Jahre lang christliche Gottesdienste stattgefunden haben. Fahrt nach Diyarbakir (das alte Amidiya), das am Fluss Tigris liegt. Diyarbakir mit seinen rund 1,5 Mio. Einwohnern ist eine der größten Städte Ostanatoliens. Bis zum Ersten Weltkrieg lebten hier Araber und Yesiden, Armenier und Assyrer friedlich Seite an Seite. Die mindestens 5.000 Jahre alte Stadt hat zahlreiche grandiose Bauten aufzuweisen: Die Stadtmauern wurden im 4. Jh. durch Konstantin II. errichtet, sie sind noch größtenteils intakt, man vergleicht sie gerne mit der Chinesischen Mauer, sie sind UNESCO-Weltkulturerbe. Wir besichtigen u.a. die armenische Kirche (von außen, da sie renoviert wird) und die aramäische Kirche sowie die Chaldäisch-Katholische Kirche.
8. Tag: Diyarbakir - Nemrut Dagi - Kahta. Am Morgen verabschieden wir uns von Diyarbakir und nehmen uns noch Zeit für die bedeutende Ulu Camii, eine der ältesten Moscheen in Anatolien, deren Geschichte über das Christentum und den Islam hinausgeht. Fahrt nach Kahta zum grandiosen Nemrut Berg. Auf dem Weg besuchen wir den Karakus Tumulus mit seinen beeindruckenden Beerdigungssäulen, die römische Brücke bei Cendere aus dem 2. Jh. und Arsameia, die alte Hauptstadt von Kommagene. Kommagene Nemrut, ein 2000 m hoher Berg im Taurus-Gebirge, wurde vom vorrömischen König Antiochos I. gebaut und ist für seine gut erhaltenen gigantischen Statuen und Köpfe berühmt. Wir erleben nach einem langen Aufstieg über viele (nicht steile) Stufen den Sonnenuntergang auf dem magischen Berg und fahren dann zurück nach Kahta (einfaches Hotel).
9. Tag: Kahta - Harran - Göbekli Tepe - Urfa. Am Vormittag halten wir uns gen Süden nach Sanliurfa, kurz eine Pause beim Atatürk Staudamm, dann geht es weiter nach Harran - der historische Ort hatte bereits im Alten Testament eine bedeutende Rolle gespielt und sowohl Abraham als auch seinen Enkelsohn Jakob beherbergt. Wir erkunden die Reste der Festung und der Großen Moschee aus der Omaijaden-Zeit und die typischen Bienenkorbhäuser. Nach Mittag weiter zu den Ausgrabungen von Göbekli-Tepe – wir sind beeindruckt von den Tierreliefs auf meterhohen Stelen inmitten einer Kreisanlage, vermutlich der älteste architektonisch ausgestaltete Kultort der Menschheit, 11.000 Jahre alt. Später erwartet uns das nahe Sanliurfa - auch Urfa - mit seiner 9.000-jährigen Geschichte. Hier wurde Abraham geboren, hier lebte der Prophet Hiob. Wir besuchen die Höhle Abrahams, seinen Geburtsort und den nahe gelegenen Abrahamsteich mit den heiligen Fischen. Zeit für einen Spaziergang durch die Altstadt.
10. Tag: Urfa - Gaziantep. Am Morgen besichtigen wir das Haleplibahçe Mosaik Museum und das archäologische Museum von Urfa. Später fahren wir nach Gaziantep und nehmen uns Zeit für das letzte Highlight - das grandiose Zeugma Mosaik Museum. Am Nachmittag lassen wir uns durch die farbenprächtigen engen Basargassen treiben, verkosten Baklava, eine besondere Spezialität in Antep, kaufen Pistazien und genießen ein letztes Abendessen in Südostanatolien.
11. Tag: Gaziantep - Istanbul - Wien/Salzburg/München. Programmgestaltung je nach Abflugzeit bzw. Transfer zum Flughafen von Gaziantep und Rückflug über Istanbul nach Wien (ca. 15.00 – 17.00 Uhr/20.25 - 21.45 Uhr bzw. 12.30 - 14.25 Uhr/17.00 - 18.15 Uhr), Salzburg oder München.
LEISTUNGEN:
Gültiger Reisepass (mind. 6 Monate bei Einreise) erforderlich.
Mindestteilnehmerzahl: 12 Pers., Höchstteilnehmerzahl: 18 Pers.
HOTELUNTERBRINGUNG: Die Unterbringung erfolgt in folgenden o.ä. Hotels (Landes-Klassifizierung) in Zweibettzimmern mit Du/WC
Trabzon: ****„Green Palace Suite Hotel“
Erzurum: ****„The Erzurum Hotel“
Kars: ****„Sapran Deluxe Hotel“
Van: ****„The Conforium Hotel“
Midyat: ****„Midyat Royal Hotel“ oder „Matiat Hotel"
Diyarbakir: ****„New Garden Hotel“
Kahta: ***„Hotel Nemrut“ oder „Tassaray Bardakci Hotel“
Urfa: ****„Nevali Hotel“ od. „Dedeman Hotel“
Gaziantep: ****„Kaleli Hotel“
Zustiege
| H | R | Bezeichnung | Termin | Preis pro Person ab | ||
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| Türkei: Ostanatolien Rundreise | 13.09.2026 - 23.09.2026 | 2.290,- € | ||||
| Türkei: Ostanatolien Rundreise | 24.09.2026 - 04.10.2026 | 2.290,- € | ||||
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