



Reiseleitung: Mag. Jürgen Flick
1. Tag: Innsbruck/Graz/München – Wien – Peking. Zuflüge ab den Bundesländern bzw. von München nach Wien. Linienflug mit Air China von Wien nach Peking (ca. 13.30 - 04.50 Uhr).
2. Tag: Peking – Xi‘an: Terrakotta-Armee (UNESCO-Welterbe) oder Innenstadt Xi‘an. Weiterflug nach Xi‘an. Sie haben die Wahl: Für Erstbesucher steht ein Besuch der weltberühmten Terrakotta-Armee auf dem Programm. Wer diese schon kennt kann tief ins historische Zentrum der Stadt eintauchen: Die Daxue Xixiang-Moschee und der Stadtgott-Tempel bewahren noch Substanz aus der Ming-Zeit und zählen zu den wichtigsten Sakralbauten der Stadt. Außerdem Besuch des massiven Trommelturms und der Residenz der Familie Gao im Basarviertel.
3. Tag: Xi‘an – Famen Si – Baoji – Longxian. Der Weg von Xi’an nach Baoji stellt den ersten Abschnitt der eigentlichen Seidenstraße dar. Der Famen-Tempel, einst einer der bedeutendsten buddhistischen Tempel, war im 20. Jahrhundert so baufällig, dass er größtenteils rekonstruiert werden musste. Dabei fand man allerdings die am reichsten ausgestattete Pagoden-Reliquienkammer Chinas, deren unglaubliche Schätze ausgestellt werden. Baoji war um Christi Geburt eine der wichtigsten Städte Chinas – heute beeindrucken vor allem die Nekropole von Li Maozhen und der Jintai-Tempel. Li Maozhen war einer der Kriegsherren, die Ende des 9. und Anfang des 10. Jh. um die Herrschaft im zerfallenden Tang-Reich kämpften. Sein Grab ist exzellent erhalten, sein Untergrundpalast stolze 120 m lang.
4. Tag: Longxian – Longmendong – Xumishan – Tongxin. Von Baoji bis zum Gelben Fluss bewegen wir uns nach Norden, zunächst durch das bis zu 3000 m hohe Liupan-Gebirge, wo wir auf eines der ältesten Felsenheiligtümer Chinas treffen: Die Longmen-Höhle ist ein daoistischer Komplex aus mehreren Schreinen und Einsiedeleien, die sich eine Bergwand entlangziehen und seit der Han-Zeit als Kultstätte dienen. Am Ausgang des Gebirges erreichen wir die Autonome Region Ningxia und die spektakulären Xumishan-Höhlentempel. Sie sind eine Gründung aus dem 5. Jh., der 21 m hohe Hauptbuddha stammt allerdings aus dem späten 7. Jh. Weiterfahrt nach Tongxin.
5. Tag: Tongxin – Zhongwei – Najiahu – Yinchuan. Die Region Ningxia war immer schon polyethnisch geprägt – im 11. Jh. war sie der Kernbereich des Tanguten-Reiches der Westlichen Xia, später siedelten sich hier neben den Han-Chinesen auch zahlreiche Hui-Muslime an. Dementsprechend vielfältig ist auch das Erbe der Region. Tongxin besitzt eine eindrucksvolle Moschee im chinesischen Stil, die ursprünglich aus der frühen Ming-Zeit stammt. In Zhongwei erreichen wir den Gelben Fluss und den unglaublichen daoistischen Komplex des Gao-Tempels. Wuzhong ist für die ehemalige Residenz des spätkaiserlichen Gouverneurs der Region, Dong Fuxiang bekannt, und in Najiahu stoßen wir auf eine weitere außergewöhnliche Moschee.
6. Tag: Yinchuan – Xixia-Gräber (UNESCO-Welterbe) – Helanshan – Shizuishan. Die Provinzhauptstadt Yinchuan liegt bereits in jener dichtbesiedelten Flussoase, wo der Gelbe Fluss durch das über 3500 m hohe Helan-Gebirge von den Ausläufern der Gobi getrennt wird. In den Außenbezirken der Stadt besuchen wir zunächst die markante, 54 m hohe Haibao-Pagode, danach geht es in die Helan-Berge zur imperialen Nekropole der Westlichen Xia. In der Nähe finden wir die faszinierenden Felszeichnungen des Helanshan, die vom Neolithikum bis ins 11. Jh. reichen, und die Doppelpagoden von Baisikou – eines der wenigen Relikte, das nach der Zerstörung des Tanguten-Reiches durch die Mongolen 1227 von der Kultur der Tanguten übriggeblieben ist.
7. Tag: Shizuishan – Nördlicher Wudangshan – Jingbian. Vor der Stadt besuchen wir kurz die Hongfo-Pagode aus der Tanguten-Zeit, danach begeben wir uns in den Nördlichen Wudangshan mit einem sehr schönen Tempelkomplex. Weiter geht es durch die Trockenlandschaft von Nord-Shaanxi nach Jingbian, im Südteil des Ordosbogens – eine Landschaft zwischen Lössbergen und Sandsteinformationen.
8. Tag: Jingbian mit Longzhou Danxia und Tongwancheng – Yan‘an. Nicht weit von der Bezirkshauptstadt finden wir zwei Höhepunkte: Im Longzhou-Danxia-Geopark erkunden wir eine fantastische Welt aus rotem Sandstein – vor allem das berühmte „Tal der Wellen“. Tongwancheng ist die einzige bekannte Stadt der Xiongnu, der mächtigen Nomadenkonföderation, die lange Zeit mit den europäischen Hunnen gleichgesetzt wurde. Von der 419 gegründeten Stadt sind signifikante Reste erhalten, die einen Besuch sehr empfehlenswert machen.
9. Tag: Yan‘an – Qiankunwan – Xixian. Yan’an ist die Wiege der chinesischen Revolution – die Region war der Endpunkt des Langen Marsches und die Basis, von der aus die Kommunisten den Kampf gegen die Guomindang organisierten. Dennoch hat sich das kulturelle Erbe der Stadt teils erhalten, vor allem am Baota-Berg. Im nahegelegenen Yangjialing entwarfen Mao Zedong und andere Parteiführer ihre politische Leitlinie. Der Ort ist von der typischen Lösshöhlen-Architektur geprägt, wir sehen den ehemaligen Wohnsitz von Mao. Im Laufe des restlichen Tages durchqueren wir das letzte Stück des Ordosbogens und überqueren bei Qiankunwan den Gelben Fluss – der chinesische Mutterfluss bildet hier eine imposante Schlinge im Sandsteingebirge.
10. Tag: Xixian – Puxian – Huozhou. In Xixian befindet sich eines der imposantesten Statuenensembles Chinas – das Ming-zeitliche, buddhistische Xiaoxitian („Kleines westliches Paradies“) besitzt mehr als 1600 Statuen. Weiter geht es vom Gelben Fluss ins Tal seines wichtigsten Nebenflusses, des Fen. Unterwegs kommen wir nach Puxian – auf einem Hügel oberhalb der Stadt liegt der Dongyue-Tempel – eine wunderbare Anlage aus dem Jahr 1303, berühmt für ihre Darstellungen der daoistischen Hölle. Schließlich erreichen wir einen der wichtigsten Tempel Ostasiens: Das Wahrzeichen des Guangsheng-Tempels ist die komplett glasierte Fliegende-Regenbogen-Pagode, der wahre Schatz sind aber die fantastischen Statuenensembles aus dem 13.-16. Jh.
11. Tag: Huozhou – Jiexiu – Shitun – Pingyao mit Shuanglin-Tempel (UNESCO-Welterbe). Von Huozhou aus folgen wir dem Fen weiter nach Norden. Bei Jiexiu besuchen wir den spektakulären Mianshan – über seinem mächtigen Hauptcanyon finden wir daoistische Anlagen in großartigen Lagen. Jiexiu selbst war im Kaiserreich das wichtigste Zentrum für die Produktion glasierter Ziegel in China und besitzt noch ein phänomenales Tempelensemble, wir sehen den Houtu-Tempel. In Shitun sehen wir eine sehr schöne Pavillonbrücke aus der Ming-Zeit. Kurz vor Pingyao beeindruckt der Shuanglin-Tempel mit einem weiteren faszinierenden Statuenensemble.
12. Tag: Pingyao (UNESCO-Welterbe) – Qixian mit Qu-Residenz und Jinci – Taiyuan. Am Vormittag unternehmen wir einen Rundgang durch die schon lange stark kommerzialisierte, aber immer noch einzigartige Altstadt von Pingyao, ehe es zu seinem wesentlich ruhigeren Pendant geht: Qixian besitzt einen großen, ähnlich gut erhaltenen Altstadtkern, in dem wir die wichtigste Kaufmannsresidenz, jene der Familie Qu besuchen. Zum Schluss des Tages wartet noch einmal ein besonderer Höhepunkt: Der Jin-Ahnentempel ist ein großes Ensemble, das uns ins 11. Jh. bringt, aber auch Gartenelemente, Quellen u.v.m. verbindet.
13. Tag: Taiyuan – Wutaishan (UNESCO-Welterbe) mit Grab von Yuan Haowen und Foguang-Tempel – Taihuai. Auf der Fahrt zum Wutaishan passieren wir Xinzhou, die Heimatstadt von Yuan Haowen und besuchen die idyllische Grabanlage des größten Dichters der Zeit um 1200. Nächster Halt ist der am Westabhang des Wutai-Gebirges gelegene Foguang-Tempel: Seine auf 857 datierte Östliche Haupthalle ist der einzige erhaltene Monumentalbau der Tang-Zeit. Danach bringt uns der Bus auf den 3061 m hohen Wutaishan. Der nördliche heilige Berg ist für die chinesischen Buddhisten und die Lamaisten (Mongolen, Tibeter) gleichermaßen wichtig und besitzt noch immer ein herausragendes architektonisches Ensemble.
14. Tag: Taihuai – Dai – Yingxian – Hunyuan. Die Region nördlich des Wutaishan war stets von größter strategischer Wichtigkeit, lag doch hier eines der Einfallstore nach Ostchina. Deutlicher Ausdruck davon ist die Stadt Dai, jahrhundertelang ein Bollwerk mit mächtiger Stadtmauer und dem größten Trommelturm Chinas im Schatten der Großen Mauer: Der gewaltige Bianjinglou war nicht nur Trommelturm, sondern auch Wachturm. Im 13. Jahrhundert kam mit den Mongolen auch der esoterische Buddhismus in diese Region – die eindrucksvolle Ashoka-Pagode ist der sichtbare Beweis. Noch mächtiger aber ist der letzte Hauptpunkt des Tages: Die höchste historische Holzpagode der Welt in Yingxian aus dem Jahr 1056 ist eines der größten Meisterwerke der Holzarchitektur weltweit.
15. Tag: Hunyuan mit Hängendem Tempel und Lülü-Schrein – Datong. Auf den ersten Blick ist Hunyuan nur eine kleine Bezirkshauptstadt zu Füßen des heiligen Nördlichen Hengshan – tatsächlich aber ist sie Mittelpunkt einer faszinierenden Kulturlandschaft. Wir besuchen den legendären Hängenden Tempel, der Dutzende Meter über dem Talgrund an der nackten Felswand zu kleben scheint. Nördlich der Stadt liegt der ruhige Lülü-Schrein mit wichtigen Malereien aus der Yuan-Zeit. Auf dem Weg nach Datong besuchen wir die bizarren Sandsteinformationen des Datonger Erdwalds, bevor wir die zweitgrößte Stadt der Provinz Shanxi und ehemalige Hauptstadt der Nördlichen Wei (5. Jh.) und der Liao (11. Jh.) erreichen: Datong. Unsere ersten Besuchspunkte sind die größte Neun-Drachen-Wand Chinas von 1392 und der Huayan-Tempel, eine der wichtigsten Tempelanlagen Chinas mit Originalbauten und Ausstattung aus dem Jahr 1038.
16. Tag: Datong mit Yungang-Grotten (UNESCO-Welterbe) – Hohhot. Wir beginnen mit der großen Sehenswürdigkeit Datongs: Die Yungang-Grotten zählen zum Spektakulärsten, was Felsenkunst zu bieten hat. Per Bahn erreichen wir die Innere Mongolei und Hohhot, die „Blaue Stadt“. Vor den Toren befindet sich das älteste Baudenkmal der Stadt, die Weiße Pagode aus der Liao-Zeit. Anschließend besuchen wir noch die Residenz von Prinzessin Heshuo Kejing. Sie wurde 1697 erbaut und gehörte der 6. Tochter von Kaiser Kangxi, die mit einem Prinzen der mongolischen Chalcha verheiratet wurde.
17. Tag: Hohhot – Zhangjiakou. Hohhot, das historisch und aktuell bedeutendste städtische Zentrum der mongolischen Welt, wurde 1580 von Altan Khan gegründet und besitzt unverändert ein reiches Erbe. Unser Programm umfasst die wichtigsten Tempel der Stadt, die Stadtmauer und das ehemalige Generalsbüro von Suiyuan – ab dem 18. Jh. das Verwaltungszentrum der Region. Wir nehmen die Bahn für einen ersten Abstecher in die Provinz Hebei und erreichen Zhangjiakou, den zweiten Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2022.
18. Tag: Zhangjiakou – Bashang Grasland – Guyuan. Wie viele Städte dieser Region war Zhangjiakou ursprünglich eine Militärstadt, die ab dem 17. Jahrhundert zu einer der wichtigsten chinesischen Handelsstädte überhaupt aufstieg. Im Zentrum hat sich die ehemalige Altstadt Baozili bemerkenswert gut erhalten, die wir auf einem Spaziergang erkunden. Danach geht es wieder zurück in die Innere Mongolei zum Bashang-Grasland - eine mongolische Grassteppe, die in der Qing-Zeit wichtiges Herbstjagdgebiet der Kaiser war. Nach einer kleinen Wanderung durch die pastorale Landschaft fahren wir nach Guyuan, wo das Mongolengrab von Shuzhuanglou noch sehr gut erhalten ist.
19. Tag: Guyuan – Chengde (UNESCO-Welterbe). Durch die Bergwelt des Damaqunshan fahren wir am Vormittag nach Chengde. Das ehemalige Rehe war im 18. und frühen 19. Jahrhundert die Sommerresidenz der Mandschu-Kaiser der Qing-Dynastie. Erhalten blieb neben der riesigen Palast-Gartenanlage ein wunderbares Ensemble aus Monumentaltempeln im chinesisch-tibetischen Mischstil: Architektur als Ausdruck imperialer Integration. Neben der Sommerresidenz mit ihrer riesigen Gartenanlage erkunden wir heute den Pule-Tempel – den schönsten der chinesischen Tempel der Stadt.
20. Tag: Chengde – Jinshanling (UNESCO-Welterbe) – Peking. Am Vormittag beschäftigen wir uns mit zwei weiteren Glanzlichtern: Der Kleine Potala ist immer noch gewaltig und verbindet seine tibetische Hülle mit dem berühmten Goldenen Pavillon. Der Puning-Tempel ist nicht weniger eindrucksvoll – in der Haupthalle wartet eine 22 m hohe Holz-Guanyin. Auf der Fahrt Richtung Flughafen Peking nehmen wir unterwegs die Seilbahn auf den wohl schönsten Abschnitt der Großen Mauer bei Jinshanling.
21. Tag: Peking – Wien – Innsbruck/Graz/München. Flug von Peking nach Wien (ca. 02.50 - 06.50 Uhr). Ggfs. Weiterflug in die Bundesländer bzw. nach München.
LEISTUNGEN:
Gültiger Reisepass (mind. 6 Monate bei Einreise) sowie online Registrierung erforderlich.
Mindestteilnehmerzahl: 12 Pers., Höchstteilnehmerzahl: 18 Pers.
HOTELUNTERBRINGUNG: Die Unterbringung erfolgt in folgenden o.ä. Hotels (chinesische Klassifizierung), jeweils in Zimmern mit Dusche/WC:
Xi‘an ****Bell Tower Hotel
Longxian ****Haitang Longxian Resort
Tongxin ***Rongqiang Hotel
Yinchuan ****Xingqing Kyriad Hotel
Shizuishan ****Haihua International Hotel
Jingbian ****Mehood Hotel
Yan‘an ****Mercure Yan‘an Downtown Hotel
Xixian ****Fenghuang Polan Hotel
Huozhou ***Vienna Hotel
Pingyao ****Pingyao Hotel
Taiyuan ****Junchen Hotel
Taihuai ****Flower Hotel
Hunyuan ***Yiduo Hotel
Datong *****Howard Johnson Plaza Jindi Hotel
Hohhot ****Hampton by Hilton Hohhot Gulou Hotel
Zhangjiakou ****Atour Hotel
Guyuan ***JI Hotel
Chengde ****Chengde Hotel
Zustiege
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| China: Faszinatiion Nordchina | 09.05.2027 - 29.05.2027 | 5.690,- € | ||||
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