Marokkos Norden

* Königsstädte Fès, Meknès, Rabat
* UNESCO-Welterbe in Tétouan, Fès, Meknès, Volubilis, Rabat
* Chefchaouen mit seinen blauen Häusern
* Spurensuche nach Paul Bowles in Tanger


Chefchaouen (C) Emily M. Wilson/Fotolia.com

Bou Inania Medersa (C) saiko3p/Fotolia.com

Medina Oudaia, Rabat (C) saiko3p/Fotolia.com

Marokko bezaubert und fasziniert seit Jahrhunderten Besucher aus Europa. Und während sich viele dem Süden und Marrakesch zuwenden, wollen wir von Casablanca Richtung Norden ziehen: entlang der Küsten des Atlantiks und Mittelmeers, hinein in die gebirgigen Höhen des Rif-Atlas, in die heilige Königsstadt Fès, aber auch in die faszinierenden Medinas der Königsstädte Meknès und Rabat. Wir begegnen den Rif-Berbern, aber auch den Spuren des römischen Imperiums in Volubilis, den spanischen und jüdischen Spuren von Asilah, Chefchaouen und Tetouan, die eine einzigartige Melange aus Marokko und Spanien bieten. Und wir erkunden die Stadt Tanger, die immer schon eine besondere Rolle zwischen Europa und Afrika, Mittelmeer und Atlantik eingenommen hat. Hier in Tanger suchen wir auch Spuren des Komponisten und Schriftstellers Paul Bowles, der in Tanger mehr als 50 Jahre lebte und arbeitete. Die weiße Stadt faszinierte ihn und seine Frau Jane und ließ sie zeitlebens nicht mehr los.


Reisebegleiter: Mag. Christian Scheib/Ö1

1. Tag: Wien/Linz/Salzburg/Graz/Innsbruck - Frankfurt - Casablanca. Zuflüge am (späten) Nachmittag nach Frankfurt. Am späten Abend Linienflug mit Lufthansa nach Casablanca - Ankunft kurz nach Mitternacht, Transfer zum Hotel.
2. Tag: Casablanca - Asilah - Tanger. Nach einem gemütlichen Frühstück erwartet uns in Casablanca eine kurze Stadtrundfahrt inkl. Besichtigung der riesigen Moschee Hassan II an der Atlantikküste – sehr neu und überschwänglich ausgestattet im Inneren. Anschließend rasche Fahrt Richtung Norden in den Küstenort Asilah, ein hübsches Künstlerstädtchen mit schöner Medina. Im 15. Jh. bauten die Portugiesen die befestigte Medina, später war Asilah in spanischem Besitz. Die Lage am Meer, Reste der portugiesischen Festung und bunte Fassaden machen den Reiz der kleinen Medina aus - Bummel durch die malerischen Gassen, vorbei an Galerien und Kunsthandwerksläden. Besuch des Palais Raissouli, des ehemaligen Paschas von Asilah. Am späten Nachmittag Fahrt nach Tanger, das sich noch immer als Stadt der Begegnungen sieht – als Brücke zwischen Europa und Afrika. Die Übernachtung erfolgt in der schönen Villa de France.
3. Tag: Tanger – auf den Spuren von Paul und Jane Bowles. Tanger besticht nicht nur durch das herrliche mediterrane Klima - es ist das koloniale Flair der „nouvelle ville“ sowie die charmante Medina mit ihren verwinkelten Gassen und schönen Plätzen wie dem Grand und Petit Socco, die uns einnehmen. Mit dem Direktor der Deutsch-Marokkanischen Gesellschaft suchen wir die Spuren von Paul Bowles und seiner Schriftsteller-Gattin Jane. Wir besuchen das American Legation Museum, wo ein Flügel Paul Bowles gewidmet ist. Hier finden wir auch sein Musikarchiv – er schrieb Bühnenmusik für Orson Welles, Tennessee Williams, Garcia Lorca. Auf Reisen hatte er schon in den 30er Jahren Tanger kennengelernt – 1947 zog es ihn endgültig in die Hafenstadt, die damals ein Treffpunkt der modernen Avantgarde war. Das Paar Jane und Paul Bowles wurde schnell zur Legende: Sie waren mondäne Nomaden, Vorreiter der freien Liebe, ein emanzipiertes Dichter-Tandem und genossen bald Kultstatus. Künstler wie Tennessee Williams und Truman Capote trafen sich hier, denn Tanger war ein magischer Ort. Paul Bowles schrieb in Tanger seinen erfolgreichsten Roman: «Himmel über der Wüste/The Sheltering Sky». Ein Glas Pfefferminztee im alten Künstler-Cafe Hafa und ein Blick auf die Meerenge von Gibraltar beschließen den Tag.
4. Tag: Tanger – UNESCO-Weltkulturerbe Tetouan - Chefchaouen. Am Morgen geht es weiter nach Tetouan, einst Hauptstadt der spanischen Protektoratszone. Die Medina, die auf maurischem und andalusischem Erbe basiert und von einer zinnenbewehrten Stadtmauer umgeben ist, präsentiert ein Labyrinth schattiger Gassen. Schmiedeeiserne Verzierungen erinnern an spanische Architektur. Auch die Mellah, eines der größten jüdischen Viertel des Landes, verrät europäischen Einfluss. Hier drängen sich die Souks, klar voneinander abgetrennt. Nach der Mittagspause Weiterfahrt in die heilige Stadt Chefchaouen, die sich auf den Hängen des Rif-Atlas ausbreitet: blaugekalkte Häuser, belebte Plätze und steile Gassen erwarten uns hier - aber auch andalusische Architektur in der Kasbah und ihren Gärten im Herzen der Medina. Ein Spaziergang führt uns durch den zauberhaften Ort voller Düfte und Farben.
5. Tag: Chefchaouen - UNESCO-Weltkulturerbe Fès. Heute geht es durch die Ausläufer des Rif-Gebirges, vorbei an Dörfern von Rif-Berbern mit ihren weit ausladenden Strohhüten und weißen Umhängen, Richtung Süden – vielleicht passieren wir auch einen der schönen Märkte. Schließlich erreichen wir die Königsstadt Fès, die älteste und kunsthistorisch bedeutendste der vier marokkanischen Königsstädte, die inmitten der fruchtbaren Sais-Ebene liegt. 789 von Idriss I. gegründet verhalfen ihr die günstige Lage an der Kreuzung wichtiger Handelswege schnell zum Aufschwung. Nach der Gründung der Universität Karaouine im 10 Jh. entwickelte sich Fès auch zum geistigen Zentrum des Landes. Am Nachmittag widmen wir uns dem sehenswerten Stadtteil Fès-el-Djedid, wörtlich Neu-Fes. Der Name täuscht: Fès-el-Djedid wurde bereits im 13. Jh. von den Meriniden gegründet; die „echte“ Neustadt, Ville Nouvelle, entstand im 20. Jh. zur Zeit des französischen Protektorats. Gleich hinter dem Königspalast taucht man in schattige Basarstraßen mit überquellenden Geschäften und Verkaufsständen ein, Kleider, Stoffe, Babouchen, alles hundertfach und farbenfroh.
6. Tag: Fès. Wer die Altstadt von Fès - Fès el-Bali - betritt, fühlt sich in die Zeit der Geschichten aus 1001 Nacht zurückversetzt. Hinter den Stadtmauern liegt eine eigene Welt mit Tausenden Farben und Gerüchen. Die älteste Königsstadt gilt als religiöse Hauptstadt Marokkos - so viele Moscheen und Koranschulen hat keine andere Stadt zu bieten. Gleichzeitig ist sie das Zentrum des Kunsthandwerks: Handwerk und Handel machten Fes zu einer unwahrscheinlich blühenden Stadt. In der faszinierenden Medina erwartet uns das verwirrende Gassenlabyrinth der riesigen Souks - mit Maultieren und Eseln als Transportmittel. Auf unserem Stadtrundgang sehen wir die Karaouine Moschee (nur von außen – hier studierte der spätere Papst Silvester II. Theologie, dozierte der arabische Geschichtsschreiber lbn Khaldoun…), die Koranschule Medersa Bou Inania mit fantastischen Schnitzereiarbeiten in Holz und Stuck (eine kostbare „Hinterlassenschaft“ der Meriniden-Dynastie), eine riesige Gerberei (mit angeschlossener Lederverarbeitung), die Place Nejjarine mit dem berühmten Brunnen und der Karawanserei, das ehemalige Judenviertel Mellah u.v.m. Zum Staunen und Shoppen laden die ausgedehnten Souks der umliegenden Straßen ein.
7. Tag: Fès - UNESCO-Weltkulturerbe Volubilis - UNESCO-Weltkulturerbe Meknès – Rabat. Eine kurze Fahrt bringt uns nördlich von Meknes zu den römischen Ruinen von Volubilis: Besichtigung der gut erhaltenen Reste der Tempel, Bäder und Paläste, die vom ehemaligen Reichtum der antiken Stadt zeugen, die unter Septimius Severus als Verwaltungszentrum der Provinz Mauretania Tingitana zur Blüte kam. Vorbei an der Pilgerstadt Moulay Idriss erreichen wir die Königsstadt Meknès, die oft als „marokkanisches Versailles“ bezeichnet wird. Hier sehen wir nicht nur das schönste Tor Marokkos, das Bab Mansour, sondern auch die wuchtigen Festungsmauern und Getreidespeicher sowie die Altstadt mit ihren Souks - über mehr als vier Jahrzehnte hat im 18. Jh. Moulay Ismail die Stadt vergrößern und verschönern lassen, um dem Vergleich mit europäischen Residenzen standhalten zu können. Am späten Nachmittag geht es zurück an die Atlantikküste in die Hauptstadt Rabat.
8. Tag: UNESCO-Weltkulturerbe Königsstadt Rabat. Die ganztägige Stadtbesichtigung zeigt uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Königsstadt und Hauptstadt Marokkos: Wir erkunden den Königspalast, das prachtvolle Mausoleum von Mohammed V, den Hassan-Turm - Überrest der größten Moschee der Welt, die Mereniden-Nekropole Chellah sowie die malerische Kasbah des Oudaïa. Durch das Bab Mrisa gelangen wir in die Altstadt der Schwesternstadt Salé und zur Mellah, dem großen alten Judenviertel. Inmitten der Altstadt von Salé liegt das schönste Bauwerk aus der Merinidenzeit, die um 1340 erbaute Medersa Abou el-Hassan. Das bekannte Töpferviertel von Salé nahe der Bou-Regreg-Brücke werden wir ebenso aufsuchen.  Nach dem Abendessen Transfer zum Flughafen.
9. Tag: Casablanca - Frankfurt - Wien/Linz/Salzburg/Graz/Innsbruck. Nach Mitternacht Rückflug über Frankfurt nach Österreich - Ankunft am Vormittag.

LEISTUNGEN:

  • Linienflug mit Lufthansa über Frankfurt nach Casablanca und retour
  • Rundfahrt mit einem marokkanischen Bus/Kleinbus mit AC
  • 7 Übernachtungen in **** u. *****Hotels (marokk. Klassifizierung), jeweils in Zweibettzimmern mit Du/WC
  • Halbpension mit erweitertem Frühstücksbuffet: 2. Tag morgens bis 8. Tag abends
  • Eintritte: Casablanca (Moschee Hassan II), Asilah (Palais Raissouli), Tanger (American Legation Museum, Kasbah), Fès (Koranschule), Volubilis (Ausgrabungen), Rabat (Chellah, Medersa Abou el-Hassan)
  • qualifizierte deutschsprechende, marokkanische Reiseleitung, Ö1-Reisebegleitung durch Mag. Christian Scheib
  • 1 Polyglott „Marokko“ pro Zimmer
  • Flug bezogene Taxen (derzeit € 228,–)

Gültiger Reisepass erforderlich.

HOTELUNTERBRINGUNG: Die Unterbringung erfolgt in folgenden o.ä. Hotels (marokkanische Klassifizierung), jeweils in Zimmern mit Du/WC.
Casablanca: ****Kenzi Basma
Tanger: *****Grand Hotel Villa de France
Chefchaouen: ****Riad Casa Hassan
Fès: *****Ramada
Rabat: ****Golden Tulip Farah

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H R Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Buchbar Buchbar Marokkos faszinierender Norden - Ö1-Reise mit Mag. Christian Scheib 06.05.2018 - 14.05.2018 1.850,- €  


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