Galizien: Südpolen - Westukraine

Auf den Spure der k. u. k. Monarchie


Lemberg, Opernhaus (C) Sergii Figurnyi/Fotolia.com


Czernowitz, Universität (C) Archiv

Für Paul Celan war Czernowitz „Die Stadt, wo Bücher und Menschen lebten“. In die Stadt Celans und Rose Ausländers, in die Hauptstadt der Bukowina, führt Sie die Kunsthistorikerin Mag. Bronka Zappe. Zwischen Lemberg und Krakau erwartet Sie eine Zeitreise durch das alte Galizien der k.u.k. Monarchie – in dem einst 80.000 qkm großen Gebiet mit mehr als 8 Mio. Einwohnern gab und gibt es polnische Städte, jüdische Schtetl, ukrainische Dörfer und Magnatenresidenzen zu entdecken. Sie erkunden eine typische Garnisonsstadt, in der Joseph Roth einst lebte, die Handelsmetropole Lemberg, die kulturelle Hauptstadt Krakau, die Volkskunst der Huzulen und die legendäre Stadt Czernowitz, die einmal die Stadt der Dichter und Cafe´s war.


Reiseleitung: Mag. Bronka Zappe

1. Tag: Salzburg - Wels - Linz - Amstetten - St. Pölten - Wien - Bratislava/Pressburg - Trencin - Zilina/Sillein - Kraków/Krakau. Abfahrten lt. Fahrplan OST 1 (Seite 189). Bahnfahrt mit der WESTbahn von Salzburg direkt nach Wien. Fahrt in die Slowakei und über Bratislava und Trencin Richtung polnischer Grenze. Über Zywiec und Bielsko Biala erreichen wir schließlich am späten Nachmittag Krakau, eine der schönsten Städte Europas und die erste Stadt, welche von der UNESCO in Europa zum Weltkulturerbe ernannt wurde.
2. Tag: Kraków/Krakau - Ausflug Wieliczka (fak.). Am Vormittag Stadtrundgang durch die ehemalige Hauptstadt Polens: Die Altstadt mit ihren beeindruckenden Fassaden, speziell jene der mächtigen Tuchhallen am Marktplatz, und die Marienkirche mit dem einzigartigen Marien-Altar von Veit Stoß - mit etwa 200 aus Lindenholz geschnitzten, bemalten und vergoldeten Figuren - begeistern jeden Besucher. Vorbei am Erzbischöflichen Palais gelangen wir zum Burgberg, auf dem sich das Königsschloss Wawel erhebt - Besichtigung der Kathedrale, die zu den schönsten polnischen Renaissancedenkmälern zählt - vor allem mit der prachtvollen Sigismund-Kapelle. Am Nachmittag Möglichkeit zu einem Ausflug (fak.) nach Wieliczka: Besichtigung des einzigartigen Salzbergwerks (UNESCO-Weltkulturerbe).
3. Tag: Krakau - Auschwitz (fak.). Am Vormittag Besuch des Collegium Maius - der zweitältesten Universität Mitteleuropas. Ein Spaziergang führt anschließend zum alten jüdischen Viertel Kazimierz, das einst zu den größten Osteuropas zählte. Besuch der Remuh-Synagoge, der kleinsten Synagoge in Kazimierz, und des alten jüdischen Friedhofs. Am Nachmittag Gelegenheit zu einem Ausflug nach Auschwitz und Besuch des Museums Auschwitz-Birkenau, des ehemaligen Konzentrationslagers (fak.).
4. Tag: Krakau - Lancut - Przemysl. Fahrt Richtung Osten nach Lancut/Landshut: Besichtigung des ‘Palazzo in Fortezza’ der Familie Lubomirski, später Potocki. Kein Schloss östlich der Wiener Hofburg konnte sich an Schönheit und Ausstattung mit diesem messen, ausgenommen die Zarenresidenzen. Nach einem Stadtrundgang fahren wir weiter nach Przemysl - vom Schlossberg genießen wir den Rundblick auf die Dächer und Kirchtürme der altösterreichischen Garnisonsstadt.
5. Tag: Przemysl - Drohobytsch - Ivano-Frankivsk. Über die ukrainische Grenze (eventuell längerer Grenzaufenthalt) gelangen wir nach Drohobytsch, wo eine der letzten Holzkirchen der West-Ukraine (16. Jh.) erhalten blieb. Eine der herausragenden Figuren der 30-Jahre des 20. Jh, der Universalkünstler Bruno Schulz, hat seine Heimat mit der Erzählsammlung „Die Zimtläden“ verewigt. Am Abend erreichen wir Ivano-Frankivsk.
6. Tag: Ivano–Frankivsk - Jaremtsche - Czernowitz. In Ivano–Frankivsk, dem früheren Stanislaw, war in der Zeit der Zugehörigkeit zu Österreich ein steiler wirtschaftlicher Aufschwung zu verzeichnen - das Stadtbild wird entscheidend durch Kirchen und Häuser dieser Gründerzeit geprägt. Beim Mittagessen in Jaremtsche begleitet uns Huzulenmusik - die ostslawische Volksgruppe der Huzulen siedelt bereits seit dem 14. Jh. in der Bergwelt der Karpaten. Am Nachmittag Fahrt nach Czernowitz.
7. Tag: Czernowitz. Im letzten Jahrhundert der Monarchie wurde Czernowitz auch ‚Klein-Wien‘ genannt. Nirgends war die deutsch-jüdische Kultursymbiose besser verwirklicht als in Czernowitz – die Stadt war unbestrittene Kulturhochburg. Kaum eine Provinzstadt hat so viele Dichter und Denker hervorgebracht wie die alte Hauptstadt der Bukowina. Aus ihrer Blütezeit konnte viel von der Bausubstanz bewahrt werden. Stadtrundgang durch den einstigen „Schmelztiegel der Kulturen“ und Besichtigung der 1875 gegründeten Universität Czernowitz. Sie wurde im Jahr 2011 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
8. Tag: Czernowitz - Chotyn - Kamjanez-Podilskyj - Ternopil. Fahrt zur mittelalterlichen Burg von Chotyn und weiter zur schier uneinnehmbaren Festung Kamjanez-Podilskyj (16. Jh.), eine der ältesten Städte der Ukraine, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Als sie für kurze Zeit an die Türken fiel, bekam die Kirche kurzerhand ein Minarett, das später - wieder katholisch - durch eine Marienstatue gekrönt wurde. Am Abend erreichen wir Ternopil, einen wichtigen Wallfahrtsort. Die Stadt zählt mitseinen 220.000 Einwohnern zu den wichtigsten Städten Ostgaliziens
9. Tag: Ternopil - Brody - Schoss Olesko - Lemberg/L‘viv. Die Kronkolonie Galizien war Geburtsort und Heimat eines der berühmtesten österreichischen Schriftsteller: Joseph Roth wurde in Brody geboren. Wir besuchen das Gymnasium, in dem er zur Schule ging. Brody war ein wichtiges Zentrum des Ostjudentums - aus dem nahen Russland flohen tw. bis zu 1000 Juden pro Tag vor dem 20-jährigen Militärdienst im Zarenreich. Wie ein Mahnmal steht die Synagoge, seit langem ohne Funktion und ohne Dach. Nach kurzer Fahrt erreichen wir Olesko: Besichtigung des beeindruckenden Schlosses, dem Geburtsort von Jan III. Sobieski, dem Sieger über die Türken bei Wien. Weiterfahrt nach Lemberg - dem heutigen L‘viv. Der Zauber dieser alten Handelsmetropole liegt in der Verschmelzung der verschiedenen hier beheimateten Kulturen.
10. Tag: Lemberg. Stadtrundfahrt sowie Rundgang durch die Altstadt: Den Mittelpunkt bildet der Rynok (Marktplatz) mit dem spätklassizistischen Rathaus. Wir besichtigen die älteste Apotheke Lembergs und finden in der Armenischen Gasse einen Hinweis auf die armenische Bevölkerungsgruppe, die seit dem 14. Jh. als Kaufleute und Handwerker einen guten Ruf besaß. Besichtigung der lateinischen und armenischen Kathedrale, des Italienischen Innenhofs sowie der berühmten Oper von Lemberg. Der Lytschakow-Friedhof, der den Abschluss bildet, ist ein Abbild der Stadtgeschichte Lembergs. Rest des Nachmittags zur freien Verfügung.
11. Tag: Lemberg - Przemysl - Kraków/Krakau. Fahrt von Lemberg nach Przemysl und Besichtigung der Festungsanlagen, die unter Kaiser Franz Joseph errichtet wurden. Sie zählten zu Beginn des 20. Jh. zu den größten Verteidigungsanlagen der Welt. Am Nachmittag Ankunft in Krakau und Zeit für eigene Unternehmungen. Möglichkeit zum Besuch des Schindler-Museums, das sich dem Schicksal der Juden in der ehemaligen Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler widmet. Oder zur Besichtigung der beeindruckenden Repräsentationsräume im Königsschloss Wawel oder zu einem Bummel durch die Tuchhallen. Am Abend Möglichkeit zu einem Abendessen in Kazimierz mit Klezmer-Musik, der Volksmusik der osteuropäischen Juden (fak., Preis: € 34,-- p.P.).
12. Tag: Kraków/Krakau - Olmütz - Wien - St. Pölten - Amstetten - Linz - Wels - Salzburg. Fahrt in die Tschechische Republik in die Region Mähren nach Olmütz, eine der wichtigsten und schönsten Städte der Region. Die Dreifaltigkeitssäule beim Rathaus gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und nach einem kurzen Rundgang Rückfahrt vorbei an Brünn an die tschechische Grenze und zurück nach Wien und Linz, Ankunft in Linz um ca. 20.00 Uhr bzw. Rückfahrt mit der WESTbahn von Wien direkt nach Salzburg - Ankunft um ca. 20.38 Uhr.

Leistungen

  • Fahrt mit Reisebus mit verstellbaren Sitzen (****Sitzabstand), Bordtoilette und Aircondition
  • WESTbahn-Ticket Salzburg - Wien und retour inkl. Sitzplatzreservierung
  • 2 Nächte im *****Hotel, 5 Nächte in ****Hotels, 4 Nächte in ***Hotel (jeweils Landes-Klassifizierung), jeweils in Zweibettzimmern mit DU/WC mit Frühstücksbuffet
  • Abendessen am 1., 4., 5. Tag und vom 7. Tag bis 10. Tag
  • 1x Mittagessen mit Huzulenmusik am 6. Tag
  • Eintritte: Krakau (Kathedrale, Marienkirche, Collegium Maius, Remuh-Synagoge, Jüdischer Friedhof), Lancut (Schloss), Drohobytsch (Holzkirche), Czernowitz (Universität), Sadagora (Residenz), Chotyn (Burg), Kamjanez-Podilskyj (Festung), Brody (Gymnasium), Olesko (Schloss), Lemberg (Lateinische u. Armenische Kathedrale, Italienischer Innenhof, Oper, Lytschakow-Friedhof), Przemysl (Festung)
  • 1 JPM Miniguide „Krakau“ u. 1 kl. JPM Reiseführer „Ukraine“ je Zimmer
  • qualifizierte österreichische Reiseleitung

Gültiger Reisepass erforderlich (mind. 6 Monate nach Einreise).

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Zustiege

AMSTETTEN Autobahnabf. West, Pendlerparkpl.nachKreisverkehr
ENNS Ost-Autobahnabfahrt, ENI-Tankstelle
LAMBACH, Firma Kneissl Touristik
LINZ/Hbf., Reisebusterminal/ABC Buffet
SALZBURG, HAUPTBAHNHOF
SCHWANENSTADT, Freibad-Bushaltestelle
ST.PÖLTEN, Autobahnabf.Süd/BP Tankstelle
VÖCKLABRUCK, Parkplatz ÖAMTC
WELS-Hauptbahnhof, Schauerstr./Reisebushaltest.
WIEN, Westbhf./Felberstr/Mercure H.
WIEN-Bhf. Meidling, Haltest. Wiener Airportlinien
H R Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Buchbar Buchbar Galizien: Südpolen - Westukraine (Busreise) 18.07.2018 - 29.07.2018 1.540,- €  


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