Russland: Höhepunkte Kamtschatkas

Bären, Vulkane und Gletscher
Inkl. Hubschrauber-Expedition zum Kurilensee u. Bootsausflug zur Insel Starichkov


Junger Bär am Kurilensee (C) Foto: Archiv


Helikopter am Kurilensee (C) Dr. Hans-Peter Steyrer

Neun Zeitzonen von Moskau entfernt liegt die östlichste Provinz Russlands - Kamtschatka. Nach jahrzehntelanger Isolation ist diese Urlandschaft erst seit 1990 wieder für Touristen zugänglich. In unberührter Wildnis ragt auf der Halbinsel im Nordpazifik die weltweit größte Ansammlung aktiver Vulkane empor, umgeben von der Beringsee im Osten, dem Pazifik im Südosten und dem Ochotskischen Meer im Westen. Die 30 immer noch aktiven Vulkane geben zusammen mit den unzähligen Fumarolen, Geysiren, Säureseen und kochenden Schlamm- und Schwefelbecken einen Eindruck von der Erdentstehung.
Bei unserer Helikopter-Expedition haben Sie die Gelegenheit, Kamtschatka-Bären, eine der größten Braunbärarten der Welt, beim Lachsfischen zu beobachten. Weitere Höhepunkte sind die Besteigung der Vulkane Gorely, Mutnovsky, Avachinsky und Tolbachik sowie der Besuch des Chodutka-Sees und der thermalen Quellen im Paratunka-Tal.

Reiseleitung: Dr. Hans Steyrer

1. Tag: Wien/Frankfurt/München - Moskau. Linienflug mit Aeroflot nach Moskau, der Hauptstadt Russlands. Transfer zum Hotel.
2. Tag: Moskau - Petropavlovsk. Bei einer Stadtrundfahrt am Vormittag sehen wir den Roten Platz, das Bolschoi-Theater, die Basiliuskathedrale mit ihren schönen Zwiebeltürmen, die Erlöserkathedrale und die Lomonossow-Universität am Sperlingshügel, mit 240 m eines der höchsten Gebäude Europas. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Weiterflug nach Petropavlovsk-Kamtschatskij.
3. Tag: Petropavlovsk. Am Vormittag Ankunft in Petropavlovsk-Kamtschatskij, der Hauptstadt Kamtschatkas - Transfer zum Hotel. Petropavlovsk liegt am Ostufer der 30 km langen Avacha-Bucht, einem der größten und bestgeschützten Naturhäfen der Welt. Vitus Bering hatte sich jahrelang in Kamtschatka auf seine ‘Große Nordische Expedition’ vorbereitet - er gründete 1740 die Stadt und benannte sie nach seinen beiden Schiffen ‘St. Peter’ und ‘St. Paul’.
4. Tag: Petropavlovsk - Hubschrauberflug zum Kurilensee - Hubschrauberflug zum Mutnovsky. Eine Hubschrauber-Expedition führt uns zunächst zur Südspitze Kamtschatkas. Ziel ist der Kurilensee, einer der schönsten Tundraseen Südkamtschatkas. Er gilt als größter Laichplatz von Lachsen in Kamtschatka. Bei einer geführten Wanderung bestehen sehr gute Chancen zur Beobachtung und zum Fotografieren der Kamtschatka-Bären, die zu den größten Braunbären der Erde zählen. Sollte es die Witterung zulassen, unternehmen Sie auch einen Ausflug mit dem Boot und lernen Flora und Fauna im natürlichen Lebensraum der Kamtschatka-Bären kennen. Da dieser Teil der Expedition witterungsabhängig ist, haben wir ihn an den Anfang des Programmablaufs gestellt, um die Durchführung gegebenenfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt Ihres Aufenthaltes garantieren zu können. Anschließend Hubschrauberflug zum Mutnovsky-Vulkan, wo Sie Ihr Fahrzeug erwartet. Unterwegs wird ein Zwischenstopp zum Baden und Mittagessen beim thermalen See Chodutka eingelegt. Sollte es das Wetter erlauben, werden sich die Piloten bemühen, eine Schleife über dem Krater eines der aktivsten Vulkane Kamtschatkas, des Mutnovsky, zu fliegen und Ihnen einen Blick in den Säuresee zu bieten, der im Sommer 2000 entstanden ist. Der Mutnovsky, der aus fünf Schloten gespeist wird, die in eine gewaltige Magmakammer in nur 7 km Tiefe hinabreichen, ist in den letzten 150 Jahren bereits 16 Mal ausgebrochen, jedes Mal mit einer gewaltigen Explosion. Unser Basislager für die kommenden Tage befindet sich in einem der fruchtbarsten Täler Kamtschatkas am Fuße des Mutnovsky.
5. Tag: Vulkan Mutnovsky. Die heutige Wanderung führt bis in den Krater des Mutnovsky - mit seinen riesigen Gletschern, dampfenden Fumarolen und leuchtend gelben Schwefelformationen ist er einer der schönsten und interessantesten Vulkane der Halbinsel. Da der Mutnovsky zu den aktivsten Vulkanen der Region gehört, ist es vom Grad der Aktivität abhängig, ob man unter erfahrener Begleitung in den Krater hinabsteigen kann. Dieser Ausflug wird den ganzen Tag dauern und erfordert gute Trittsicherheit und gute Kondition! Rückkehr und Übernachtung im Basislager.
6. Tag: Vulkan Gorely - Paratunka. Der Gorely ist ein aktiver Vulkan und wirkt mit seinen vielen Neben- und Aufsitzkratern wie eine einzige Kette von Feuerbergen. Einer der Krater ist mit heißem, säurehaltigen Wasser gefüllt, das durch Bakterien grünlich-blau gefärbt ist. Gehzeit zum Gorely-Vulkan dauert ungefähr 7-8 Stunden. Die Wegstrecke von ca. 10 km erfordert keine größeren körperlichen Anstrengungen, Trittsicherheit im bergigen Gelände ist jedoch notwendig. Anschließend Fahrt in den für seine Thermalquellen bekannten Ort Paratunka, wo wir uns nach der Wanderung im Thermalbad erholen können.
7. Tag: Paratunka - Vulkan Avachinsky. Fahrt durchs Avacha-Flussbett zum Vulkan Avachinsky. Unser Quartier befindet sich auf ca. 900 m Seehöhe, auf dem Gebirgssattel zwischen den Vulkanen Koryaksky (3456 m) und Avachinsky (2741 m), die beide in unmittelbarer Nähe von Petropavlovsk aufragen. Besteigung des Bergs Verbljud (Kamel). Übernachtung in einfachen Hütten in Mehrbettzimmern.
8. Tag: Vulkan Avachinsky. Während des Aufstiegs zum Kraterrand haben Sie einen traumhaften Ausblick über die Küste des Pazifiks und die fantastische Landschaft zwischen den beiden Vulkanen Koryaksky und Avachinsky. Vom Kraterrand sehen Sie die immer noch rauchenden schwarzen Laven des Ausbruchs von 1991. Gehzeit: ca. 9-10 Std. (anspruchsvoll).
9. Tag: Vulkan Avachinsky - Kozyrevsk. Fahrt mit dem Geländefahrzeug entlang des Kamtschatka-Flusses durch saftige Tundralandschaft Richtung Norden. Sie erreichen heute die Ortschaft Kozyrevsk - Übernachtung in einer privaten Datscha in kleinen Häuschen für je 2 Personen.
10. Tag: Kozyrevsk - Vulkan Tolbachik. Mit der Autofähre überqueren wir den Fluss und nähern uns der nördlichen Vulkangruppe, überragt vom Vulkan Klyuchevskaya, dem höchsten aktiven Vulkan Eurasiens (4850 m). Durch eine mondähnliche Lavalandschaft gelangen wir zum Fuß des Vulkans Plosky Tolbachik (3082 m) und errichten auf etwa 1000 m unser Lager.
11. Tag: Vulkan Tolbachik. Die gewaltige Spalteneruption am Tolbachik im Jahr 2013 hat die ohnehin schon wie eine Mondlandschaft wirkende Region stark verändert. Das von der russischen Raumfahrtbehörde als Testgelände für die Tauglichkeit von Mondmobilen verwendete Gebiet wurde unter einem mehrere Monate dauernden Ascheregen begraben. Neue Kegel formierten sich und riesige Lavaströme prägen heute die Landschaft. Noch kann man da und dort glühende Lava sehen. Besichtigung des Toten Waldes, einer gespenstischen Landschaft aus abgestorbenen Nadelbäumen, vereinzelten grünen Vegetationsflecken und schwarzer Lava, sowie der neuen Kegel und Lavaströme, die beim Ausbruch des Tolbachik 1975/76 sowie 2013 entstanden sind.
12. Tag: Vulkan Tolbachik. Aufstieg zum Krater des Plosky Tolbachik (Kraterrand auf 3082 m) über die beeindruckenden Lavafelder, die beim Ausbruch des Tolbachik entstanden sind. Monatelang spie der Vulkan Feuer und schickte eine Aschewolke bis in 15 (!) km Höhe. Nach ca. 8 Stunden erreichen wir den Kraterrand, von wo sich ein unvergesslicher Blick in die Tiefen der Erde auftut - in einen gewaltigen Krater mit 1300 m Durchmesser und einigen hundert Metern Tiefe. Der Aufstieg zum Krater erfordert außer Trittsicherheit und sehr guter Kondition (etwa 10-12 Stunden für Auf- und Abstieg) keine spezielle bergsteigerische Erfahrung. 
13. Tag: Gebiet Tolbachik - Kozyrevsk. Abbau des Lagers und Fahrt bis Kozyrevsk. Übernachtung in einer privaten Datscha in kleinen Häuschen für je 2 Personen.
14. Tag: Kozyrevsk - Petropavlovsk. Rückfahrt nach Petropavlovsk.
15. Tag: Petropavlovsk: Bootsausflug auf die Insel Starichkov bzw. Flug ins Tal der Geysire (fak.). Besuch des Marktes. Ein etwa 5-6-stündiger Bootsausflug führt uns anschließend zur Insel Starichkov zum Fischen und Beobachten von Vögeln, wie Papageitauchern und Seeadlern. Versuchen Sie Ihr Glück beim Fischen und probieren Sie Ukha, die traditionelle russische Fischsuppe. Anstelle des Bootsausfluges besteht auch die Möglichkeit zu einem Hubschrauberausflug (MI-8) ins ‘Tal der Geysire’ (fak., ca. 6-7 Std./derzeit € 810,-- pro Person) und in die Caldera Uzon. Sehen Sie über 20 Geysire und unzählige Schlammlöcher. Wasser- und Dampffontänen überwältigen durch ihre Schönheit. Die Durchführung des Bootsausfluges bzw. des Helikopterausfluges kann nicht garantiert werden und ist von der Verfügbarkeit des Schiffes bzw. des Helikopters und den Wetterbedingungen abhängig.
16. Tag: Petropavlovsk - Moskau - Wien/Frankfurt/München. Transfer zum Flughafen Petropavlovsk. Rückflug mit Aeroflot nach Moskau und weiter nach Wien, Frankfurt oder München.

Leistungen:

  • Linienflug mit Aeroflot über Moskau nach Petropavlovsk-Kamtschatskij und retour
  • Transfers in Moskau vom Flughafen zum Hotel und retour sowie Stadtrundfahrt am 2. Tag
  • alle Transporte auf Kamtschatka mit einem geländegängigen Expeditionsfahrzeug bzw. mit Mi8-Helikoptern
  • 1 Übernachtung in Moskau in einem ****Hotel in Zweibettzimmern mit Dusche/WC inkl. Halbpension (russische Klassifizierung)
  • 3 Übernachtungen in Petropavlovsk in einem einfachen Hotel in Zweibettzimmern mit Dusche/WC, 2 Übernachtungen am Avachinsky in einfachen Hütten in Mehrbettzimmern, 1 Übernachtung in Paratunka in einem Hotel mit Pool und 2 Übernachtungen in Kozyrevsk in einer privaten Datscha in Hütten für 2 Personen, 5 Übernachtungen in einfachen Zwei-Mann-Zelten
  • Verpflegung durch die Campingküche vom 3. Tag abends bis zum 16. Tag morgens
  • Eintritte: diverse Thermalquellen, Nationalparkgebühren
  • qualifizierte, österreichische Reiseleitung und einheimischer russischer Führer, Dolmetscher (Russisch-Englisch)
  • Flug bezogene Taxen (derzeit € 205,--)

Nicht inkludiert: Visum für Russland inkl. Besorgungsgebühr (derzeit € 90,--, Unterlagen müssen bitte bis 6 Wochen vor Abreise bei uns im Büro sein) sowie obligatorische Reiseversicherung weltweit.
Gültiger Reisepass mit russischem Visum erforderlich.

Wichtige Hinweise:
Aufgrund der jahrzehntelangen Isolation ist Kamtschatka auch aus touristischer Sicht ein relativ junges Reiseland. Reisen in Kamtschatka haben Expeditionscharakter, die Besteigung der Vulkane erfordert sehr gute Kondition und Ausdauer, die Bergerlebnisse sind aber unvergesslich schön. Unberührte Natur heißt auch, dass die Infrastruktur nicht so entwickelt ist, wie wir es von westlichen Ländern gewohnt sind. Fünf Nächte werden in einfachen Zeltcamps fern jeglicher Zivilisation verbracht. Die Zelte werden von den Teilnehmern selbst aufgestellt, wobei sich natürlich immer helfende Hände finden, wenn jemand nicht so geübt ist. Soweit möglich, werden die heißen Quellen zum Baden benützt, man wird jedoch nicht täglich duschen können. Kamtschatkas Natur bietet sauberes Quellwasser und nach Möglichkeit werden die Mahlzeiten, die ein russischer Koch für uns zubereitet, aus frischen Naturprodukten wie Fisch, Lachskaviar und Beeren bestehen, oftmals aber auch aus Nudeln oder dergleichen.

Die beschriebene Abfolge der Programmpunkte dient nur zur Orientierung - aus witterungsbedingten oder organisatorischen Gründen bleiben Änderungen des Programmablaufes vorbehalten. Bitte beachten Sie, dass wir auf die Preise des fakultativ angebotenen Ausfluges keinen Einfluss haben - die angegebenen Preise sind die bei Drucklegung des Kataloges gültigen und können vor Ort jederzeit geändert werden.
Der Einzelzimmer/-zelt-Zuschlag bezieht sich nur auf die Hotel- und Zeltübernachtungen - in den Hütten am Avachinskij und in Kozyrevsk können keine Einzelzimmer bestätigt werden.

Zustiege

FRANKFURT, FLUGHAFEN
MÜNCHEN, FLUGHAFEN
WIEN, SCHWECHAT/FLUGHAFEN
Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Auf Anfrage Russland: Höhepunkte Kamtschatkas 06.08.2016 - 21.08.2016 5.150,- €  


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